Pirmasens Ein gefährlicher Gegner

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Pirmasens. Drei Fußballklassen trennen (noch) den FK Pirmasens und Hassia Bingen. Der Verbandspokal führt den Regionalliga-Viertletzten und den Tabellenführer der Landesliga Ost heute Abend zusammen. Um 19.30 Uhr wird am Binger Hessenhaus das Halbfinalduell angepfiffen.

Mit 14 Punkten Vorsprung auf Rot-Weiß Olympia Alzey führt die in dieser Saison zu Hause noch ungeschlagene Hassia das Klassement der Landesliga Ost an, der Wiederaufstieg in die Verbandsliga ist greifbar nahe. Der 37-jährige Trainer Nelson Rodrigues (158 Oberligaspiele für Bingen und Eintracht Bad Kreuznach) hat eine „individuell sehr gute bestückte, erfahrene Mannschaft“, betont FKP-Coach Peter Tretter, der die Hassia im Spiel gegen Viktoria Herxheim beobachtete. Bingens Innenverteidiger Steve Ridder hat 200 Regional- und Oberligaspiele in den Beinen, Fabian Liesenfeld besitzt die Erfahrung von 108 Regionalligamatches, war unter anderem zusammen mit dem heutigen FKP-Kapitän Sebastian Reinert Profi in Lotte. Ex-Verbandsliga-Torschützenkönig Arlind Mulaj spielte ebenso wie Armando Grau für Waldalgesheim in der Oberliga, der Bosnier Enes Sovtic machte 231 Oberligaspiele für Bahlingen und Bad Kreuznach. Als technisch stark gelten die drei Rumänen in Bingens Kader, Girla Valerian, Adrian Simionanca und Ioan-Alexandru Baltateanu. Sportlicher Leiter der Hassia ist der aus Bingen stammende Ex-FCK-Bundesligaprofi Uwe Frowein. Sechs Siege feierte die Hassia auf ihrem Weg ins Halbfinale, Oberligist SC Idar-Oberstein war der ranghöchste Gegner des Verbandspokalsiegers von 1981 und 1983. Der FKP stieg als Regionalligist erst in der fünften Runde in den Wettbewerb ein, siegte zunächst in Ingelheim (3:0), dann in Hermersberg (1:0) und kurz vor Weihnachten beim Oberliga-Zweiten Hauenstein (2:0). Die Pirmasenser Kicker bekamen nach dem erfolgreichen Baunatal-Trip zwei Tage frei, trafen sich gestern Abend zu einem leichten Training. Standard-, Pass- und Torabschlussübungen standen auf dem Programm. Tretter sieht keine Gefahr, dass seine Elf den Gegner heute Abend unterschätzt: „Die Jungs wissen, dass sie nicht auf Sparflamme laufen dürfen. Für den einen oder anderen ist es die erste und vielleicht letzte Chance in seiner Karriere, den DFB-Pokal zu erreichen.“ Der in der Regionalliga zuletzt gelbgesperrte Reinert zählt heute ebenso wie vermutlich auch der in Baunatal erst eingewechselte Simon Maurer zur Startelf. „Auch Patrick Freyer ist ein Thema für einen Einsatz von Beginn an“, sagt Tretter. Der am Knie verletzte Mathäus Gornik fällt weiter aus. Karsten Schug und Alexander Schug trugen aus dem Baunatal-Spiel Blessuren davon, sind aber wohl einsatzfähig.

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