Pirmasens Drei Hauensteiner in Dahn

Gleich drei „Hääschdner kummen uff Daah“ und bringen am heutigen Freitag ab 19 Uhr Kunst, Musik und Unterhaltung mit in die Galerie Kunst-Werk-Drei, die Renate Burkhard im Saal einer früheren Gaststätte in der Erfweiler Straße 2 in Dahn-Reichenbach betreibt.
Da ist zunächst der Künstler Christoph Seibel, der vor allem Papiererarbeiten – auch Großformatiges, Figürliches und Reliefartiges aus Seidenpapier – zeigt. Die Collagen kreisen um das Thema „Schöpfung“ und greifen auch existenzielle Fragen und Bezüge zur Bibel auf. Inspiriert sind die Arbeiten von den Texten des nicaraguanischen Befreiungstheologen Ernesto Cardenal und stehen im Spannungsverhältnis zwischen menschlicher Existenz und Gottesglauben. Christoph Seibel hat auch die Illustrationen zu Bernd Hecktors Dialektbuch „Dass lossen mer“ geliefert. Und der Urhääschdner, der im schwäbischen Weissach im Tale heimisch geworden ist, wird in der Reichenbacher Galerie aus seinen Texten lesen. Sein „Luxusrentner“ war beim bundesweit ausgeschriebenen Wettbewerb „Landschreiber“ mit dem ersten Preis in der Sparte „Mundart“ ausgezeichnet worden. Auch in Dahn wird er viele Fragen beantworten, beispielsweise, was ein Fressnotfall mit Dahn zu tun hat, oder was Männer im „Hossesack“ tragen und warum man sich von seiner Frau scheiden lassen kann, aber nicht vom FCK… Mit seinen musikalischen Miniaturen auf Gitarren, Ukulele, Flöten, Djembe und Mundharmonika will schließlich der Hauensteiner Gitarrenmeister Werner Mansmann Akzente setzen: mal gediegen klassisch, mal im Volkston, hier und da jazzig und ab und an experimentell.