Pirmasens Dieses Rennen kommt an

Postkartenmotiv mit Sieger: Alexander Barnsteiner am Teufelstisch.
Postkartenmotiv mit Sieger: Alexander Barnsteiner am Teufelstisch.

«Hinterweidenthal.» Humorvoll führte Florian Eder durchs Programm. Als der Sieger des 5,8-Kilometer-Laufs, Marius Klein aus Steinfeld, nach 180 Höhenmetern in 25:59 Minuten klatschnass das Ziel erreichte, sorgte Eder für viele Lacher, als er durchs Mikrofon fragte: „Du hast die Vorjahreszeit des Siegers um über fünf Minuten unterboten. Warst zu gedopt?“ „Es war sehr schwül und deshalb auch schwierig, vor allem am ersten Berg. Aber ich bin gleich vorne weg“, sagte Marius Klein nach dem Zieleinlauf. Die nicht mit ihm verwandte Francesca Klein war eigens aus Köln angereist, um an dem 5,8-Kilometer-Lauf teilzunehmen. Sie wurde Zweite mit nur fünf Zehntelsekunden Rückstand auf Siegerin Kim Krone vom SC Siegelbach – ein wahres Fotofinish! „Für mich als Flachland-Kölnerin war das natürlich ein ungewohntes Profil. Umso mehr freue ich mich über das Ergebnis“, befand Klein. Den Hauptlauf, der zugleich das dritte von sieben Wasgaucup-Rennen war. gewann erwartungsgemäß Alexander Barnsteiner. Der Kollweilerer unterbot in Abwesenheit des bis Samstag in der Wasgaucup-Gesamtwertung führenden Mark Weidler seine Vorjahres-Siegerzeit um 23 Sekunden. „Im letzten Jahr war es auch heiß, aber nicht so schwül. Am ersten Anstieg zog sich das Feld auseinander. Ich bin total zufrieden. Marcel hat mir das Leben heute schwergemacht“, stellte Barnsteiner nach dem Zieleinlauf fest. Mit Marcel war Marcel Job aus Bellheim gemeint, der die Ziellinie als Zweiter überquerte. „Beim letzten Wasgaucup-Lauf in Bundenthal habe ich mich verlaufen. Das ist heute nicht passiert. Und dann noch der zweite Platz, so knapp hinter Alex – das hätte ich nicht gedacht. Einfach nur geil“, freute sich Job. Ebenfalls überglücklich war die schnellste Frau über 10,8 Kilometer, Pia Winkelblech aus Kandel. Im vergangenen Jahr noch Dritte bei den Damen, unterbot Winkelblech die Siegerzeit von 2017 um mehrere Minuten. Ihr Fazit: „Das ist eine tolle Laufstrecke mit vielen Hochs und Tiefs. Es war sehr warm, und natürlich freue ich mich über den Erfolg.“ Auf Rang zwei kam die Lembergerin Verena Becker ins Ziel. Die Zahnärztin untermauerte damit ihre Ambitionen auf eine Spitzenposition in der Wasgaucup-Gesamtwertung. Die Fußballer des SV Hinterweidenthal nutzten den Teufelstisch-Trail als zusätzliche Trainingseinheit. „Die Teilnahme über zehn oder fünf Kilometer war Plicht. Danach sind drei Tage frei. Das war eine gelungene Veranstaltung, und die Zeit war auch okay“, befand Co-Spielertrainer Daniel Tretter, der selbst die 10,8 Kilometer absolvierte. Der 25-jährige Hinterweidenthaler kam gleichauf mit seinem Bruder Tim (24) nach 54:56 Minuten ins Ziel. Auch sein jüngster Bruder, der 15-jährige Robin, machte mit und benötigte 1:07:13,5 Stunde. Eine unerfreuliche Überraschung wartete im Ziel auf den Mannschaftskapitän des SV Hinterweidenthal, Kim-Dan Schenk. „Normal wollten wir die 10 Kilometer machen. Dann haben wir auf fünf reduziert, weil wir heute Nacht in Urlaub fliegen wollten. Jetzt habe ich gerade gehört, dass wegen des Streiks der Fluglotsen der Flug nach Mallorca gecancelt wurde“, ärgerte sich Schenk. Immerhin gab es relativ zügig Entwarnung: Der Flug wurde nur um einige Stunden verschoben und dann auf Sonntag, 12 Uhr terminiert. Geschlaucht, aber zufrieden waren die Hauensteiner Läufer Marko Martin (6.) und Dominik Memmer (11.). „Wie im vergangenen Jahr war es heiß. Aber es war trotzdem schön zu laufen. Ich bin zufrieden“, bilanzierte Martin. Der vom Schweiß durchnässte Memmer fügte hinzu: „Trotz der Hitze war ich schneller als im letzten Jahr.“ Hochzufrieden war auch Matthias Burkhard, 2015 noch Wasgaucup-Gesamtsieger. „Die Zuschauer und die Teilnehmerzahl – alles gut, alles super.“, freute sich Burkhard, der wegen seiner Aufgaben als Cheforganisator nicht mitlief. Die Ergebnisse 10,8 km Männer: 1. Alexander Barnsteiner (LLG Landstuhl) 2. Marcel Job (Landau Running Company) 3. Thomas Wittwer (Dahn) 4. Michael Ohler (TSV Kandel) 5. Matthias Reichart 6. Marko Martin (Eiscafé Winter Hauenstein) 7. Denis Guitet (ANA SG Wantzenau/Frankreich) 8. Martin Kunz (Hauenstein) 9. Alexander Memmer (Eiscafé Winter Hauenstein)46:20,2 10. Matthias Nowak (Landau Running Company) 46:35,4 Weitere Läufer aus der Region: 11. Dominik Memmer 46:50,1, 12. Wolfgang Seibel (beide Hauenstein) 47:05,6, 18. Fabian Trapp (Dahn) 48:49,5, 19. Timo Leiser (Wilgartswiesen) 49:06,1, 25. Christoph Scheib (Eiscafé Winter Hauenstein) 51:02,1, 27. Daniel Ankner (SV 53 Rodalben) 51:18,9, 29. Thorsten Jung (Laufteam Pirmasens 51:41,6 10,8 km Frauen: 1. Pia Winkelblech (Landau Running Team) 2. Verena Becker (Endurance Team Pirmasens) 3. Claudia Wohlfahrt (LSG Karlsruhe) 4. Christine Ahlers (SG Pfinztal) 5. Janine Friedel (TV Herxheim) 6. Jessica Stuck (Landau Running Company) 7. Silke Harnisch (VLG Maximiliansau) 8. Tina Mrochen (Laufschuhe Saarpfalz) 9. Heike Weyrauch (TV Bad Bergzabern) 10. Nicole Cherie-Kerner (ASV Schwanheim) 5 km Männer: 1. Marius Klein (SF Steinfeld) 2. Jonas Bauer (SLS Running Team) 3. Finn Fath (SLS Running Team) 4. Dominik Messemer (SV Völkersweiler) 5. Fabian Zwick (SV Hinterweidenthal) 5 km Frauen: 1. Kim Krone (SC Siegelbach) 2. Francesca Klein (Köln) 3. Esther Kunz 4. Katja Gaab (TV Hinterweidenthal) 5. Emily Burkhart (SG Bruchweiler) 2 km Jungen: 1. Noah Wünstel (SLS Running Team) 2. Finn Dillenkofer 3. David Bauer 4. Manuel Lucht 5. Laurenz Gerst (SV Hinterweidenthal) 2 km Mädchen: 1. Margaux Schmitt (RAC Wissembourg/Frankreich) 2. Sophia Wünstel (SLS Running Team) 3. Chiara Dubois 4. Jala Dillenkofer 5. Selina Hartmann (Wilgartswiesen) 400 m Bambini: 1. Finn Dillenkofer 2. Jonas Kolb 3. Max Steinöl (Ruchheim) 4. Nils Arnegger (FV Münchweiler) 5. Emilia Becker (TV Lemberg)

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