Fussball
Die Zukunftspläne von FKP-Spieler Chessa
Dennis Chessa war im Oktober beim 2:0-Sieg des FK Pirmasens in Koblenz der überragende Mann – nicht nur weil er den Elfmeter zum 1:0 herausholte und das zweite Tor köpfte. Er hätte nicht gedacht, dass die Rot-Weißen vor dem Rückspiel fünf Punkte mehr als sein FKP haben würden: „Wir waren in Koblenz die klar bessere Mannschaft.“ Aber die Rheinländer hätten sich mit weiteren Verstärkungen – im Januar kamen Moritz Göttel vom TSV Steinbach und Marius Köhl vom 1. FC Saarbrücken – „in einen Lauf gespielt“. Mit sechs Siegen, drei Remis und nur zwei Niederlagen aus den letzten elf Spielen rückte die Profitruppe von Trainer Heiner Backhaus von den Abstiegsplätzen mit nun stolzen 40 Punkten auf Rang elf vor.
Chessa erwartet daher am Samstag im Framas-Stadion „zwei Teams auf Augenhöhe“. Und es sei „ein tabellarisch wichtiges Spiel“. Mit einem Sieg würde der FKP (15.) bis auf zwei Punkte an Koblenz heranrücken, bei einer Niederlage wären es kaum noch aufholbare acht Zähler Rückstand – und der FKP könnte vor der Fahrt zu Tabellenführer SC Freiburg II auf einen Abstiegsrang zurückfallen.
Hoffen auf Rückkehr zu einem Profi-Klub
Chessa selbst steht vor einer für seinen weiteren Lebensweg wichtigen Entscheidung. Weiter Berufsfußballer sein oder nicht? Im September 2019 unterschrieb der Ehemann einer Pirmasenserin, deren Vater damals dem FKP-Aufsichtsrat angehörte, bei dem vorwiegend auf Feierabendkicker setzenden FKP. Nach dem Auslaufen seines Vertrags beim KFC Uerdingen, mit dem er in die Dritte Liga aufgestiegen war, hatte er kein adäquates Profi-Angebot bekommen.
Der bei Bayern München ausgebildete Ex-Juniorennationalspieler, der in der ersten österreichischen Liga für den SV Ried spielte und in Deutschland Zweitliga-Profi beim VfR Aalen war, erwies sich sofort als Verstärkung für die tief im Abstiegsstrudel steckenden Pirmasenser. Die Saison 2019/20 wurde wegen der Corona-Krise abgebrochen, der FKP blieb drin, und Chessa wartete wieder lange auf ein gutes Profi-Angebot. Es kam nicht, Chessa blieb beim FKP.
Ausbildung zum Fußballtrainer vorerst verschoben
Er spielt wieder eine gute Regionalligasaison und hofft immer noch auf die Rückkehr zu einem Profiklub. „Wenn es möglich ist, will ich da noch mal zurück“, sagt der ehrgeizige, aus dem bayerischen Günzburg stammende Wahl-Pirmasenser. Aber es ist ihm auch klar: „Wenn ich weiter beim FKP spiele, werde ich mir ein zweites berufliches Standbein aufbauen.“ Die eigentlich anvisierte Ausbildung zum Fußballtrainer verschob sich. „Wegen Corona gibt es einen Stau und daher gerade keinen Platz für mich“, erzählt Chessa.
Nun aber gelte die volle Konzentration erst einmal der Partie gegen Koblenz. In dieser ist seine Torgefahr besonders gefragt, da Mittelstürmer Dennis Krob eine Gelb-Sperre absitzt.