Fußball RHEINPFALZ Plus Artikel Die Probleme des FKP II

Alarm im Strafraum des FKP II im Spiel gegen den SC Idar-Oberstein: Timo Landoll klärt auf der Linie mit dem Kopf. Beobachter di
Alarm im Strafraum des FKP II im Spiel gegen den SC Idar-Oberstein: Timo Landoll klärt auf der Linie mit dem Kopf. Beobachter dieser Aktion sind (von links) Christopher Ludy, SCI-Spieler Danny Lutz mit der Nummer 27, Johannes Jubileum, Roman Schäfer und Torhüter Maximilian Cölsch.

„Es ist nicht immer einfach“, sagt Christopher Ludy. Er ist Spielertrainer des FK Pirmasens II und damit der einzigen zweiten Mannschaft in der Fußball-Verbandsliga Südwest.

Der Kader des Sechstligisten ist dünn. Dünn, weil zwei Spieler, die eigentlich dem FKP-Kader angehören sollten, sich kurz vor Saisonbeginn gegen ein Engagement bei den Blauen entschieden haben. Dann verletzten sich zwei vielversprechende, torgefährliche Zugänge, Michael Wiktorski und der oberligaerfahrene Sebastian Kuhnhardt. Wiktorski zog sich einen Kreuzbandriss zu und wird wie der an einer Schambeinverletzung leidende Kuhnhardt erst nach der Winterpause wieder zur Verfügung stehen. Der vom TSC Zweibrücken zurückgekehrte Torhüter Maximilian Cölsch hat diese Saison erst einmal gespielt (am 15. Oktober beim 0:4 gegen Idar-Oberstein). Er kämpft sich nach zwei Knieoperationen wieder in seinen Lieblingssport zurück und kann aktuell „schmerzfrei“ trainieren, wie Betreuer Thomas Jeckel weiß. Nicht zu vergessen: Offensivkraft Marc Ehrhart, der die ersten drei Saisonspiele noch fürs Verbandsligateam bestritt, dabei vier Tore schoss, empfahl sich durch gute Leistungen für die Oberligamannschaft, in der er inzwischen auf fünf Treffer in zwölf Einsätzen kommt.

Jeckels Doppel-Programm

Apropos Torhüter: Nico Jeckel wird am Freitagabend Ersatztorhüter in der Oberliga sein und am Sonntag (Anstoß: 15.45 Uhr) in der Verbandsliga beim Heimspiel gegen den TuS Marienborn zwischen den Pfosten des FKP II stehen. Da Nico Jeckel erst 19 Jahre jung ist, wäre er auch im Falle eines Einsatzes in der höheren Mannschaft nicht für das folgende Match in der zweiten Garnitur gesperrt.

Und weil der Zweitmannschaftskader des FKP so eng gestrickt ist, holte sich Ludy zum jüngsten, mit 3:1 in Gau-Odernheim gewonnenen Auswärtsspiel mit Hannes Jensen und Hanz Skelchy zwei A-Junioren in den Kader, gab ihnen auch kurze Einsatzzeiten. „Das haben wir allerdings auch nur gemacht, weil die A-Junioren spielfrei waren“, erklärt Ludy, der immer wieder zu „einem Spagat zwischen Oberliga und A-Junioren“ gezwungen ist.

Kleine Trainingsgruppe

Er ist indes nicht glücklich darüber, dass sein Kader nicht selten mit weniger als zehn Mann trainieren müsse: „Da sieht es bei den meisten anderen Verbandsligisten doch ganz anders aus.“

Gegner Marienborn ist indes ein ganz besonderer. Weil ihr Kunstrasenspielfeld neu angelegt wird, bestreiten die Mainzer in der Vorrunde nur Auswärtsspiele. Dennoch sammelte die Mannschaft von Trainer Ali Cakici nach elf Spieltagen 13 Zähler und damit nur einen weniger als der FKP II. „Marienborn war der Vizemeister der vorigen Saison, ist mit vielen Studenten durchsetzt, spielt technisch und taktisch einen anspruchsvollen Fußball, schießt gute Standards, ist physisch sehr stark und geht leicht favorisiert in die Partie“, sagt Ludy.

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