Pirmasens Die Oberliga rückt näher

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PIRMASENS

. Es klang schon ein wenig nach Pfeifen im Walde: „Nein, das war’s noch nicht. Wir brauchen eben noch sechs Punkte aus den beiden verbleibenden Spielen“, da waren sich Alexander Heinze und Salif Cissé einig – bei aller Enttäuschung. Um den Abstieg noch abbiegen zu können, müssten Siege am kommenden Samstag in Homburg und eine Woche später gegen den TSV Steinbach her. Aber wie? Das fragten murrende Stimmen auch brummelnd bei der öffentlichen Pressekonferenz nach dem Spiel, als FKP-Trainer Peter Tretter noch mal die noch bestehende Chance beschworen hatte. Tretter fuhr Nörglern aber mal über den Mund. „Wenn ihr einen Schuldigen sucht, wenn ihr einen Sündenbock braucht, dann nehmt mich. Aber ich stelle mich immer vor meine Spieler“, sagte Tretter, ehe er vom Podium traf. „Wir schaffen das jetzt noch – ganz sicher“: Nils Seufert gab sich überzeugt, gestern Abend die wichtigste Hürde auf dem Weg zu einer weiteren Regionalliga-Runde getan zu haben. Nach dem Kantersieg gegen die Saarbrücker hat der FCK II gestern nachlegen können und hält nun die weitaus besseren Karten, zumal die letzten Gegner Watzenborn-Steinberg und Nöttingen heißen. Seufert war es, der den FKP mit dem „goldenen Treffer“ in Minute 70 ins Tal der Tränen gestürzt hatte. Ob Tränen flossen, das war bei Manuel Grünnagel nicht zu sehen: Der Außenverteidiger saß noch Minuten nach dem Abpfiff regungslos und mit in den Armen vergrabenem Kopf auf dem holprigen Spielfeld. Trostversuche der Mitspieler brachten da erst mal nichts. Jenes städtische Spielfeld hat eigentlich den Begriff Rasen nicht verdient. Der Untergrund macht richtiges Fußballspielen fast unmöglich. Nicht zuletzt aus dieser Not heraus verlegten sich die Gastgeber darauf, den Ball stets hoch nach vorn zu schlagen. Abnehmer fanden sich indes nicht. Tretter: „Wir haben das nicht gut gemacht.“ In der erschreckend schwachen ersten Halbzeit hatte „die Klub“ gerade mal einen einzigen Schuss abgegeben. „Bitter“: Den Begriff, der das gestrige Spiel und die Gemütslage bei den Gastgebern so gut traf, kam Alexander Heinze gleich mehrmals über die Lippen. „Wir haben hinten ja eigentlich gut gestanden, pennen dann aber mal ein paar Sekunden – und dann passiert so was ...“ Passiert war, dass zunächst Daniel Kläs den Rückstand der Tretter-Truppe verhindert hatte. Seufert war frei im Strafraum zum Schuss gekommen, der Keeper war auch in dieser Szene auf dem Posten. Seufert hatte sich inzwischen aus dem Strafraum hinaus gestohlen. Ihm fiel der Ball vor die Füße, Seufert wagte es, mal abzuziehen – und traf in die kurze Ecke. „Wir hatten danach noch einige Chancen, alles klarzumachen. Insofern war der Sieg verdient“, fand Lauterns Trainer Hans-Werner Moser. Er bemängelte allenfalls den allzu fahrlässigen Umgang mit den Gelegenheiten, der symptomatisch für die vergangenen Monate sei. Zu echten, vielversprechenden Torgelegenheiten kamen die Gastgeber vor 827 Zeugen einer äußerst schwachen Begegnung mit viel Leerlauf und zahlreichen Fehlpässen nicht. Erst in der Schlussphase brandete Gefahr vorm FCK-Gehäuse auf. „Wenn da vielleicht mal einer durchflutscht, holst du wenigstens mal einen Punkt“, trauerte Marco Steil, gegen Ende nur noch vorn zu finden, dem Quäntchen Glück hinterher, das gestern Abend einfach fehlte. Tretter hatte bei zwei allzu vorsichtig agierenden Mannschaften wenig Mut gesehen, mal die Initiative zu ergreifen. „Typisches Null-zu-Null-Spiel. Es war klar, dass hier verliert, wer den ersten Fehler macht.“ Da war sich Treffer mit Moser einig: „Eine gute Aktion hat die Partie letztlich entschieden.“

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