Pirmasens Die letzte Spende
Wenn ein Fahrrad im Fundus einer Schule nach zehn Jahren zu quietschen beginnt, wundert das niemanden. Da außerdem ein Viertklässler ein größeres Fahrrad benötigt als ein ABC-Schütze, liegt im „Fuhrpark“ so mancher Grundschule vieles im Argen. Der ADAC will das ändern.
Um Abhilfe zu schaffen, greift der ADAC in jedem Jahr einer ausgewählten Schule unter die Arme. Gestern übergab er vier Fahrräder an die Grundschule Husterhöhe. Der Club honorierte die Teilnahme von insgesamt 125 Kindern an Fahrradturnieren an acht Grundschulen im vergangenen Jahr und stockte den Betrag nun auf 500 Euro auf. Die arg gebeutelte Fahrradgarage auf der Husterhöhe verfügt nun wieder über verkehrstüchtige Zweiräder, die für die Verkehrserziehung unverzichtbar sind. Allerdings wird sich damit zum letzten Mal eine Schule über eine solche milde Gabe freuen können: Die Jugendverkehrsschule hat den Geschicklichkeitswettbewerb, der mittlerweile Generationen von Schülern herausgefordert hat, gestoppt. Zu schwer sei für die meisten Kinder der neue, veränderte Parcours, meinte die Jugendverkehrsberaterin der Polizei, Annette Schmiegel. Insbesondere an der Aufgabe, die einhändiges Kurvenfahren sowohl links als auch rechts fordere, scheitere der Großteil. Demgegenüber verteidigte Steffen Fitzer, Leiter der Abteilung Verkehr und Technik des ADAC Pfalz, die veränderten Anforderungen. „Ich finde, der Parcours ist insgesamt sogar einfacher geworden.“