Pirmasens Die Jüngste ist die Größte
«FÜRTH.»Sieben Slalomkanuten der Wassersportfreunde Zweibrücken waren nach Fürth zu den süddeutschen Meisterschaften gereist. Als sie am Sonntagabend wieder nach Hause kamen, hatten sie einige Medaillen im Gepäck. Britta Jung aus Höheischweiler, die jüngste WSF-Paddlerin, gewann ihren ersten großen Titel.
Mit einem blitzsauberen ersten Lauf ließ sie der Konkurrenz keine Chance und freute sich bei den C-Schülerinnen (sieben bis zehn Jahre) über die Goldmedaille. Besonders stolz war Ulf Jung auf seine kleine Schwester: „Das war schon richtig gut, was Britta hier gezeigt hat. Wenn sie weiter so dranbleibt, wird es nicht ihr letzter Titel gewesen sein.“ Ulf Jung fuhr seinen ersten Lauf nicht überzeugend, konnte dann aber im zweiten Durchgang zeigen, was er wirklich kann. Sehr schnell und fehlerfrei raste er auf den zweiten Platz unter den insgesamt siebzehn Startern bei den männlichen Junioren (17/18 Jahre). Der dritte Slalomkanut der Familie Jung aus Höheischweiler war der 14-jährige Holger. In seinem ersten Jahr bei den Jugendfahrern (15/16 Jahre) sah er sich einer starken Konkurrenz gegenüber. „Holgers Starterfeld war mit 28 Fahrern das größte und zudem auch sehr gut besetzt. Deshalb waren wir mit seinem 15. Platz und besonders mit seinem ersten Lauf eigentlich zufrieden“, sagte WSF-Trainer Angel Perez. Der Pirmasenser Simon Schiel musste sich bei den B-Schülern (11/12 Jahre) mit dem vierten Platz begnügen. Während er selbst etwas enttäuscht war, denn er hatte insgeheim schon mit dem Podest geliebäugelt, zeigten sich seine Trainer absolut zufrieden mit seiner Leistung auf der anspruchsvoll gehängten Strecke. „Das war eindeutig wieder ein Schritt in die richtige Richtung seiner sportlichen Entwicklung“, tröstete ihn Perez. Im Mannschaftslauf, bei dem die Strecke zeitgleich zu dritt angegangen wird, bestand die größte Herausforderung für die WsF-Schülermannschaft (Simon Schiel, Cedric Halm, Britta Jung) darin, dass Britta Jung im Gegensatz zu ihrem Lauf im Einzelrennen keine Streckenerleichterung mehr hatte, sondern alle Tore befahren musste. Dies gelang größtenteils auch gut und so fuhren die drei auf einen ordentlichen elften Rang. Holger Jung verpasste gemeinsam mit Maxi Dilli und Fiona Kaletka vom VfL Bad Kreuznach nur ganz knapp den Sprung auf das Treppchen und wurde Vierter bei den Jugend- und Juniorenmannschaften, während sein Bruder Ulf im gleichen Rennen gemeinsam mit Joshua Dietz und Felix Schmidt vom RKV Bad Kreuznach mit einem überragenden Durchgang nochmals glänzen konnte und zum Abschluss eines erfolgreichen Wochenendes mit der Goldmedaille belohnt wurde.