Pirmasens „Der Spaß steht im Vordergrund und damit kommt auch der Erfolg“

Vier Titel (jeweils Meister und Pokalsieger im Bezirk und in der Pfalz) hat das Tischtennis-Schülerteam des SV Weselberg diese Saison schon abgeräumt. Am Samstag, 11 Uhr, spielen die 13- und 14-Jährigen nun bei der Regionmeisterschaft in Saarlouis gegen die Meister der Verbände Rheinland (TTC Wirges), Saarland (TV Geislautern) und Rheinhessen (TV Leiselsheim) um die Qualifikation zur deutschen Meisterschaft. Benjamin Haag sprach mit SVW-Trainer Armin Hess (46), von Beruf kaufmännischer Angestellter.
Im vergangenen Jahr haben wir bereits teilgenommen und drei Spiele verloren. Jetzt sind meine Spieler ein Jahr älter und deutlich besser geworden. In den anderen Mannschaften sind hingegen einige in den Jugendbereich aufgerückt. Mit dem Saarland- und dem Rheinhessenmeister sehen wir uns auf einer Höhe. Wirges als Vertreter des Rheinlands ist erfahrungsgemäß sehr stark. Einige ihrer Spieler werden auch schon im Herrenteam eingesetzt. Führt dies zu einer Leistungssteigerung? Es macht sich sehr bemerkbar, dass unsere Pfalzranglistenspieler Robin Müller (13), Dominik Hess (14) und Marcel Schäfer (14) in der Herren-Bezirksklasse mitspielen. Da haben sie noch mal einen richtigen Leistungsschub bekommen. Robin hat zum Beispiel im mittleren Paarkreuz in der Bezirksklasse eine ausgeglichene Bilanz erzielt. Das ist schon sehr gut. Was war der Schlüssel zum wiederholten vierfachen Titelgewinn? Es ist schon ein Segen, dass wir mit Robin Müller, Dominik Hess und Marcel Schäfer drei Jugendliche in einem Dorf haben, die alle drei sehr ehrgeizig sind, Talent haben und sich durch Herrentischtennis nochmals weiterentwickelt haben. Nicht zu vergessen sind aber auch Jonas Wilhelm (13) und Felix Hess (10). Es ist aber auch der Spaßfaktor im Training. Da wird nicht einfach nur Tischtennis gespielt. Aber es ist auch der Konkurrenzkampf untereinander. Im Training will keiner gegen seinen Teamkollegen verlieren. Wer ist der herausragende Akteur in Ihrer Mannschaft? Die spielen alle auf einem Niveau, das merkt man auch im Training. Die Mannschaft wird sicherlich durch unsere drei Pfalzranglistenspieler getragen, aber das Team ist der Faktor. Die Siege waren im gesamten Saisonverlauf stets sehr deutlich. Wie konnten Sie die Motivation hochhalten? Wir haben alle Spiele in der Runde mit 6:0 gewonnen. Nur gegen Vinningen musste Robin Müller aufgrund einer Verletzung zwei Spiele kampflos abgeben. Die Motivation halten wir über das Training und hauptsächlich über das Herrentischtennis hoch, denn bei den Aktiven sind die Anforderungen ganz andere, was die Spieler natürlich wissen. Der Ansporn für die Spieler ist, dass sie durch einen ersten Platz im Bezirk auch wieder auf Pfalzebene oder sogar darüber hinaus spielen können. Dort kann meine Mannschaft dann auch wieder gegen höherklassige Akteure spielen. Wo sehen Sie ihr Team in der Zukunft? Kann ein Spieler – zumindest auf Pfalzebene – den Durchbruch schaffen? Von meiner Mannschaft ist keiner im Kadertraining. Der Spaß steht im Vordergrund und damit kommt auch der Erfolg. Die Ambitionen sind aber da, in ein bis zwei Jahren in der Bezirksliga zu spielen. Das Potenzial für die Oberliga ist meines Erachtens nicht da.