Handball
Der ruhige Teamplayer: Philipp Kölsch vom TV Thaleischweiler
Am Freitag steht seine Impfung an. Die Erstimpfung mit Johnson & Johnson soll nun „geboostert“ werden, weil Kölsch auf Nummer sicher gehen will. Gerade auch, nachdem es in seiner Mannschaft zuletzt schon einen positiven Befund gegeben hatte. „Aber der Termin stand vorher schon fest“, erklärt der 24-Jährige weiter.
Bruder spielt Bundesliga
Der Name Kölsch gehört fest zum Thaleischweilerer Handball, Vater Jörg war lange Jahre Torwart, dann Jugendtrainer. Auch Zwillingsbruder Jannik stand im Tor der Skorpione. Der Jüngste im Bunde ist Ben, der als A-Jugendlicher für Nieder-Olm in der Bundesliga und mit Zweitspielrecht für den TuS Dansenberg in der Oberliga aufläuft, als großes Talent gilt und auch schon im Drittliga-Aufgebot stand. „Ich schaue da gerne zu“, sagt Philipp Kölsch, der seinem jüngeren Bruder „einfach mehr Talent“ bescheinigt, aber auch einen größeren Ehrgeiz, als er selbst ihn gehabt habe: „Für mich war Handball immer ein großes Hobby, aber der Spaß stand im Vordergrund. Ich mag es, im Team zu trainieren, mich am Kreis durchzusetzen, Strafwürfe herauszuholen oder selbst zu treffen“, erzählt der Mechaniker, der noch im Elternhaus wohnt.
Die Stärken des 1,83 Meter großen, knapp 90 Kilogramm schweren Handballers, der als Fünfjähriger mit seinem Sport anfing, liegen eher vorne. „In der Abwehr bereiten mir kleine, wendige Spieler Probleme, daher spielen wir oft auch mit einem Angriff-Abwehr-Wechsel, bei dem ich dann nur offensiv eingesetzt werde“, erklärt er.
Angst vor Corona-Abbruch
Angst hat Kölsch vor einem erneuten Corona-Abbruch der gerade begonnenen Runde: „Nach einer langen Pause findet man schwer wieder ins Spiel, auch fällt mir die Motivation für das Ausdauertraining nach der Arbeit schwer.“ Er sieht sich als Teamplayer und ruhigen Typen, der aber gerne auch organisatorisch tätig ist, wenn es um Unternehmungen mit dem Team oder dem Verein geht.
Seine Schiedsrichterkarriere, in der er einige Jugendspiele geleitet hatte, hat er nicht weiterverfolgt, weil er lieber selbst auf dem Feld steht. Wenn Not am Mann ist, sei er aber noch in der Lage und willens, am Zeitnehmertisch beim TVT auszuhelfen.
Zwei Oldies reaktiviert
Kölsch ist froh, dass mit Sven Buchheit und Andreas Eger zuletzt wieder zwei „alte Hasen“ reaktiviert werden konnten. „Das entlastet uns als Mannschaft schon enorm und macht es gerade unserem Rückraum, in dem ja alle schon über 30 Jahre alt sind, angenehmer.“ Kölsch hat den Eindruck, dass TVT-Trainer Marcin Waryas noch länger auf die beiden Oldies bauen kann: „Es macht ihnen wieder Spaß. Ich hoffe jetzt, dass sich keiner verletzt.“
Mit Alexander Escher stehe er in Konkurrenz um Spielzeiten am Kreis, aber alles laufe freundschaftlich ab. So wie es auch in der gesamten Mannschaft eben ist: „Die Jüngeren kommen mit den Älteren gut klar, wir gehen auch mal zusammen ins Fitness-Studio oder auf eine Motorradtour, Letzteres aber ohne mich“, sagt Kölsch, dem die Zweiräder weniger behagen als die Zweikämpfe in der Halle.
AUSSERDEM SPIELEN
Frauen-Pfalzliga: FSG Hauenstein/Rodalben - HSG Lingenfeld/Schwegenheim (Samstag, 18 Uhr, Wasgauhalle Hauenstein)
Männer-Verbandsliga: TV Dahn - mHSG Friesenheim/Hochdorf IV (Samstag, 20 Uhr)
Frauen-Verbandsliga: TV Thaleischweiler - SG Ottersheim/Bellheim/Kuhardt/Zeiskam II (Samstag, 17 Uhr).