Pirmasens Der Pirmasenser aus Algerien
Er ist in Algerien geboren, aber Pirmasenser: Mounir Rabahi, Mittelstürmer und ab nächster Saison auch Co-Trainer der SG Eppenbrunn, die in der Fußball-Bezirksliga Platz zwei belegt. Mounir, was so viel wie „Der Leuchtende“ heißt, kam im Alter von sechs Jahren mit seinen Eltern aus Algerien nach Deutschland. Mit dem Fußballspielen begann er beim SV Lemberg. In der B-Jugend wechselte der Stürmer zum FK Pirmasens, bevor es nach dem ersten A-Jugendjahr wieder zurück nach Lemberg ging. Er lernte den Beruf des Kfz-Mechatronikers, den er heute im Pirmasenser Autohaus Stoltmann ausübt. Mittlerweile ist der ledige Torjäger deutscher Staatsbürger und spricht außer Arabisch auch perfekt Deutsch. „Ich habe noch einige Tanten und Onkel in Algerien. Ab und zu besuche ich die auch noch“, erzählt der Wahl-Pirmasenser. Fußballerisch ging es von Lemberg zum SC Hauenstein, für den er von 2003 bis 2007 (unterbrochen von einer halbjährigen Ausleihe an den SVN Zweibrücken) in 47 Oberligaspielen neun Tore erzielte. Die meisten Oberliga-Einsätze hatte er unter Trainer Roger Lutz, dem ehemaligen Deutschen Meister. Von Hauenstein wechselte Rabahi für vier Spielzeiten in die Verbandsliga nach Hohenecken. Dann ging es über die Stationen MTV Pirmasens, PSV Pirmasens (Torschützenkönig 2013/14 der B-Klasse West) und FC Ruppertsweiler zur SG Eppenbrunn. Dort spielt Rabahi nun im dritten Jahr. Erfolgsorientiert und emotional Mit 34 Jahren ist er der Älteste im Eppenbrunner Team, für das er in der laufenden Saison 15-mal getroffen hat. „Ich mache mittlerweile viel mit Erfahrung. Und die gebe ich auch gern an meine jüngeren Mitspieler weiter“, erklärt der Routinier. Sich selbst beschreibt Rabahi als trainingseifrig, erfolgsorientiert und durchaus auch als emotional. „Es ist sehr wichtig für mich zu gewinnen. Natürlich kann man auch mal verlieren und das auch hinnehmen, wenn man gut gespielt hat. Aber wenn ich auf dem Platz stehe, will ich den Erfolg.“ Der Erfolgsgedanke zeige sich aber keinesfalls in unnötiger Härte. Ab und zu mal über Entscheidungen meckern, sei eher drin, gibt Rabahi zu. „Irgendwann will ich auch mal hauptverantwortlich Trainer sein. Aber erst mal freue ich mich auf mein Amt als Co-Trainer von Florian Opitz.“ Talentierter Neffe Ob das in der Bezirksliga oder doch in der Landesliga sein wird, bleibt abzuwarten. Durch sieben Siege in Serie ist Eppenbrunn auf Platz zwei vorgerückt und hat damit beste Aussichten, die Aufstiegsspiele zu erreichen. „Das war nicht das ursprüngliche Ziel, aber wir haben nix dagegen aufzusteigen“, sagt Rabahi, dessen Neffe Tarek (Sohn seines beim TuS Winzeln spielenden Bruders Sofiane) in der U19-Regionalliga für den FK Pirmasens stürmt. Am Sonntag (Anstoß: 15 Uhr) will Rabahi mit der SGE zu Hause gegen Aufsteiger SG Knopp/Wiesbach die Erfolgsserie ausbauen. Weitere Bezirksligaspiele Spitzenreiter SV Hermersberg erwartet am Sonntag um 15.15 Uhr den Tabellenvorletzten, den SV Morlautern II. Zeitgleich spielt der noch auf die Vizemeisterschaft hoffende SC Weselberg zu Hause gegen den TuS Bedesbach-Patersbach. Der SV Hinterweidenthal empfängt am Sonntag (15 Uhr) die SG Kirchheimbolanden/Orbis.