FUSSBALL RHEINPFALZ Plus Artikel Der Neuaufbau des FC Dahn

Der Kader des FC Dahn: (stehend von links) Eugen Reiter, Holger Sandmann, Vorstandsmitglied Volker Wagenblatt, Abid Ahmadi, Axel
Der Kader des FC Dahn: (stehend von links) Eugen Reiter, Holger Sandmann, Vorstandsmitglied Volker Wagenblatt, Abid Ahmadi, Axel Immel, Arton Salijaj, Fabian Roet, Patrick Maiellaro, Norman Nikolaus, Kevin Herrlein, Khalil Musa, Roland Krafft, (sitzend) Abdinajib Abdulaahi, Bahjat Alzedany, Panagiotis Zisios, Juniel Beneth Casipit, Andre Tokas, Nico Bauer, Mohamed Ahmed Ismail, Jens Konrath, George Marin und Trainer Jürgen Knörr. Es fehlen: Miklos Kadar, Thorsten Löffler und Theodoros Dimkas.

Nach vier sieglosen Jahren hat Ex-Verbandsligist FC Dahn auf einmal einen Kader mit 23 Spielern.

Die Bilanz des Fußballclubs Dahn in den vergangenen sechs Jahren ist verheerend. Der ehemals stolze Verbandsligist gewann in dem Zeitraum gerade mal vier Spiele, remisierte zweimal und ging 111-mal als Verlierer vom Platz. Ein Blick auf das dabei erwirtschaftete Torverhältnis lässt jeden Statistiker und Fußballfan kopfschüttelnd und ungläubig zurück, denn es lautet 48:818. In den letzten vier Jahren holten die Kicker aus der Wasgaustadt nicht einen einzigen Punkt. Und dennoch darf der 2018 aus der Bezirksliga und 2019 aus der A-Klasse abgestiegene FC Dahn in der gerade beginnenden Saison 2022/23 weiter in der B-Klasse antreten.

Doch nicht abgestiegen

In zwei Runden (2019/20 und 2020/21) rettete Corona die Dahner vor dem sicheren Abstieg, und 2021/22, als der FCD in der B-Klasse erneut jedes Spiel verlor, sorgten die Bildung der neuen Spielgemeinschaft Rimschweiler/VB Zweibrücken und der freiwillige Rückzug des SV Hornbach in die C-Klasse dafür, dass es gar keinen Absteiger aus der B-Klasse gab. Die Verantwortlichen des Fußballkreis fragten die Dahner, ob sie tatsächlich in der B-Klasse bleiben wollen. Und sie wollten. Jürgen Knörr, der neue Trainer, entschied dies.

Knörr soll so etwas wie der Retter des FC Dahn sein, denn im Schlepptau des 61-jährigen Coachs kamen 14 neue Spieler in die Pfaffendölle. „Unser Kader umfasst 23 Spieler“, sagt Knörr, der mit seinem Team die drei Freundschafts- und Saisonvorbereitungsspiele gegen eine Jugendmannschaft von Röchling Völklingen (2:4), gegen die neue zweite Mannschaft des FC Rodalben (3:5) und gegen die SG Glashütte/Eppenbrunn (1:4) verlor. Es sei „klar, dass wir gegen den Abstieg spielen“, ist Knörr Realist.

Einheit zusammenbasteln

Auch wenn sich die neuen Spieler und die neun verbliebenen Kicker „sehr gut verstehen“, funktionieren die Laufwege und das Passspiel nicht so, wie es sich der in Contwig wohnende Knörr wünscht. In der Kürze der Zeit sei dies auch nicht zu erwarten gewesen. Positiv seien die Bindung im Team und der Einsatz zu vermelden. Im Vordergrund stehe im Moment eh der „Neuaufbau“. Er müsse in Dahn „wieder eine Einheit zusammenbasteln“, weiß Knörr. Vielleicht wäre dies in der C-Klasse mit weniger Druck und einigen Erfolgserlebnissen leichter möglich gewesen, sinniert Knörr, doch in der leistungsstärkeren B-Klasse lasse sich mehr lernen. „Da müssen wir noch mehr Gas geben“, betont Knörr, der nach seinem letzten Engagement (2020) beim PSV Pirmasens „eine Pause gebraucht“ hatte.

Dass sein Team am Sonntag (15 Uhr) im Kreispokal-Derby gegen den TuS Erfweiler nur „minimale Chancen“ habe, verstehe sich von selbst. Es gelte, mit einem fairen, engagierten Auftritt Zuschauer zurückzugewinnen, sagt der in Pirmasens im Geschäft eines Telekommunikationsanbieters arbeitende Knörr.

Flutlicht für Rasenplatz

Obwohl es seit Jahren sportlich schlecht läuft, glaubt Vorstandsmitglied Volker Wagenblatt, an eine Zukunft seines Vereins. „Hartnäckigkeit zahlt sich aus“, ist Wagenblatt überzeugt. Die Finanzen des Vereins seien geordnet. Mehr noch: Weil die Stadt Dahn, die Eigentümerin des Hartplatzes in der Pfaffendölle ist, anderweitige Pläne mit der Hälfte des Platzes hat, beabsichtigt der FCD, das Flutlicht des Hartplatzes eine Etage tiefer rund um den vereinseigenen, bislang nicht beleuchtbaren Rasenplatz zu installieren. Dies werde allerdings wohl erst 2023 realisiert werden können. Dennoch: Es ist ein Fingerzeig, dass der FC Dahn zukunftsfähig ist.

DIE 1. KREISPOKALRUNDE

Bereits gespielt: RW Höhmühlbach - SC Stambach 0:3

Freitag, 19 Uhr: SG Rieschweiler II - Pirmasenser SV

Samstag, 15 Uhr: SpVgg Waldfischbach/Burgalben II - SG Bruchweiler, FC Rodalben II - SG Pirmasens

Sonntag, 11.30 Uhr: Knopp/Wiesbach II - SV Ruhbank

Sonntag, 15 Uhr: FC Dahn - TuS Erfweiler, FC Kleinsteinhausen - FV Münchweiler, FC Höheischweiler II - FC Fischbach II, SG Thaleischweiler - SV Bottenbach

Montag, 19 Uhr: TV Althornbach - SV Großsteinhausen

Mittwoch, 19 Uhr: Maßweiler II - Weselberg/Linden II.

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