Pirmasens Der Kapitän wird zum Spielertrainer

Hauenstein. Nicht nur bei den Hauensteiner Oberliga-Fußballern, sondern auch im Bezirksligateam gibt es nach dieser Saison einen Trainerwechsel. Spielertrainer Sascha Kadel verlässt nach nur einem Jahr den TV/SC Hauenstein II wieder, um dann gemeinsam mit dem früheren Hauensteiner Oberligastürmer Dirk Münster den Bezirksligisten VTG Queichhambach zu coachen. Neuer Spielertrainer des TV/SCH II wird der aktuelle Kapitän Lucas Seibel.
„Bei mir ändert sich beruflich etwas. Aus diesem Grund werde ich von Annweiler nach Landau ziehen“, begründet Kadel seine Entscheidung mit der dann weiteren Anfahrt nach Hauenstein. Der TV/SC II kam nach schlechtem Saisonstart zuletzt immer besser in Tritt. Kadel: „Ich brauchte etwas Zeit, um mich zurechtzufinden. Aber dann hat es großen Spaß gemacht, und ich habe hier gar nichts auszusetzen.“ Vor allem sein jetziger Nachfolger Lucas Seibel und Defensivspieler Oliver Sander hätten ihn von Beginn an tatkräftig unterstützt. Und die Zusammenarbeit mit dem Trainer der dritten Mannschaft, Michael Seibel, habe sich stetig verbessert. Seit der Winterpause trainieren beide Teams zusammen – „und das klappt super“, betont Kadel. Diese Maßnahme war auch der Tatsache geschuldet, dass die Trainingsbeteiligung der zweiten Mannschaft aus verschiedenen Gründen sehr mäßig war. „Das hat mich schon etwas überrascht“, sagt Kadel. Lucas Seibel zählte in der Saison 2012/13 auch zum Hauensteiner Oberligakader, hatte unter Rudi Benkler zwei Oberligaeinsätze gegen den 1. FC Saarbrücken II und Wirges. „Abteilungsleiter Helmut Seibel, Martin Kölsch und Michael Seibel haben mich angesprochen. Ich habe das Amt gern angenommen, weil mir der Verein am Herz liegt“, erklärt der 26-Jährige Defensivspieler, der seit 2006 beim Turnverein kickt. Die Lösung mit Lucas Seibel soll die reibungslose Kommunikation mit dem SC Hauenstein und der dritten Mannschaft (B-Klasse) garantieren. Das dürfte für den bei Profine als Controller beschäftigten Lucas Seibel kein Problem darstellen. „Mit Michel Seibel verstehe ich mich super, und mit dem sportlichen Leiter des Sportclubs, Heiko Magin, telefoniere ich zwei- bis dreimal die Woche“, sagt Seibel, der bei nächster Gelegenheit die Trainer-C-Lizenz in Angriff nehmen will. Die Planungen für die kommende Runde sind bereits in vollem Gange. Die zweite und die dritte Mannschaft werden laut Seibel immer gemeinsam trainieren: „Ich habe zuletzt Spiele in tieferen Ligen beobachtet und für uns interessante Spieler angesprochen. Die Resonanz ist gut. Ich hoffe, dass wir so noch einige Spieler für uns gewinnen können.“ Zudem könnten einige Spieler aus der eigenen A-Jugend den Verein in der neuen Saison verstärken. Womöglich kehre Tomas Cerniauskas (jetzt Zeiskam) nach Hauenstein zurück. In den verbleibenden acht Saisonspielen will Noch-Trainer Kadel zumindest den aktuellen fünften Tabellenplatz halten, vielleicht sei auch noch Rang vier drin. Heute (Anstoß: 19 Uhr) geht’s zum FC Fehrbach. Das Hinspiel gewannen die Hauensteiner mit 3:0. „Gegen Hauenstein tun wir uns grundsätzlich schwer. Egal, ob da Oberligaspieler dabei sind oder nicht“, sagt FCF-Spielertrainer Jochen Ellermann, der sein Engagement um ein Jahr verlängert hat. Fehrbach hat momentan sechs Punkte Vorsprung auf den ersten möglichen Abstiegsplatz. „Wir hatten bis auf Göllheim, wo wir gepatzt haben, ein schweres Auftaktprogramm nach dem Winter. Nach Hauenstein kommt das Spiel gegen Schopp. Danach warten die Gegner, gegen die wir punkten müssen“, blickt Ellermann voraus. Der Ex-Oberligaspieler bildet normalerweise mit Marcel Schäfer die Innenverteidigung, doch Schäfer ist heute nach seiner Roten Karte gesperrt und Ellermann selbst ist angeschlagen. Sein Einsatz entscheidet sich kurzfristig.