Pirmasens Das zweite 3:0 und der dritte verletzte Torhüter

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Pirmasens. Wieder drei Tore, die nächsten drei Punkte und ein nahezu perfekter Auftritt: Die Regionalliga-Fußballer des FK Pirmasens machen im Jahr 2015 richtig Laune! Einziger Wermutstropfen beim hochverdienten 3:0 (0:0) gegen den Tabellenfünften Wormatia Worms war die Verletzung von Frank Steigelmanns Vertreter im FKP-Tor, Ronny Fahr, der nach 69 Minuten durch Torwart Nummer vier, Karsten Köpke, ersetzt werden musste – RHEINPFALZ am SONNTAG informierte.

„Beim Abschlag hat es gekracht“, erzählte der niedergeschlagene Fahr nach seinem so abrupt beendeten Regionalliga-Debüt am Samstagnachmittag vor 1155 Zuschauern. Direkt nach dem Match ging es für den 33-Jährigen zur Untersuchung ins Pirmasenser Krankenhaus. Ergebnis: Muskelfaserriss. Am Montag soll eine MRT-Untersuchung Aufschluss über die Schwere der Verletzung geben. „Ich war schon nervös, als ich mich fertigmachte. Aber nach dem ersten Abschlag hat sich das gelegt“, kommentierte der 19-jährige, aus Schallodenbach stammende Köpke, seinen überraschenden Premiereneinsatz in Liga vier. Seinen geplanten 90-Minuten-Einsatz am Sonntag im Verbandsligateam strichen die FKP-Verantwortlichen kurzerhand aus Sicherheitsgründen (Kamphues: „Er ist derzeit unser einziger Torwart“); A-Jugendkeeper Benedikt Fath spielte für ihn gegen Hohenecken. Richtig gefordert waren weder Köpke noch Fahr gegen die Wormatia. Den Grund nannte der Wormser Florian Treske, mit zwölf Saisontreffern (zusammen mit dem Neckarelzer Sebastian Szimayer) derzeit Top-Torjäger der Liga: „Mit null Torchancen darfst Du noch nicht mal unentschieden spielen.“ Die Pirmasenser gingen – von ihrem begeisterten Anhang gefeiert – als hochverdienter Sieger vom Rasen, der in diesen Tagen einem Acker ähnelt. Der FKP zeigte sich wie schon beim 3:0 in Neckarelz von der ersten bis zur letzten Minute als geschlossene Einheit und spielte sich trotz des holprigen Untergrunds mit klasse Kombinationen und prima Standards insgesamt 13 gute Tormöglichkeiten heraus. Einzig mit dem Toreschießen wollte es zumindest vor der Pause nicht so recht klappen. Erst versprang dem auf der rechten Seite quicklebendigen Dennis Gerlinger nach feinem Zuspiel von David Becker der Ball (17.), dann brachte Benjamin Auer nach herrlichem Antritt des vielleicht schnellsten Linksaußen der Liga, Jannik Sommer, freistehend nur ein Schüsschen aufs Womatia-Gehäuse (19.). Zwei Kopfbälle, jeweils nach feinen Ecken von Kapitän Sebastian Reinert, setzte der frühere Zweitliga-Torschützenkönig übers Gehäuse (34., 43.). Dazwischen fehlte Auer nach Gerlingers Hereingabe und Sommers Hackenverlängerung ein bisschen Standvermögen, was wohl auch dem energischen Einsatz des Wormsers Kristian Maslanka geschuldet war (38.). „Vor drei Jahren hätte ich die noch reingemacht“, konnte der mittlerweile 34-jährige Rückkehrer nach dem Abpfiff über die ungenutzten Chancen lachen. Auer hatte auch guten Grund dazu. Denn sein formidabler Pass auf Sommer öffnete Tür und vor allem Tor für den zweiten Sieg in Folge. Der Winter-Neuzugang schloss den perfekten Angriff zur 1:0-Führung ab (52.). Beinahe wäre Sommer gar noch ein Tor gelungen. Doch den herrlichen Rückpass des auf rechts mal wieder losgezogenen Gerlinger konnte der freistehende Sommer nicht verwerten; Benjamin Maas holte den Ball von der Linie (72.). „Innerlich hatte ich da schon ein bisschen gejubelt“, erklärte der Vorbereiter nach dem Abpfiff. Als Maas rettete, stand es jedoch bereits 2:0, weil eben Gerlinger sich wie schon in den Testspielen als sicherer Elfmeterschütze erwiesen hatte. Sascha Hammann, wie die gesamte Abwehr um den umsichtigen Marco Steil am Samstag tadellos, erzwang einen Pressschlag, der Sommer vor die Füße fiel, von denen ihn dann Sandro Loechelt im Strafraum holte. Gerlinger ließ aus elf Metern Torwart Tim Paterok keine Chance. In Minute 82 machte Auer alles klar. Der gerade für Gerlinger gekommene Felix Bürger brachte den Mittelstürmer mit couragiertem Solo ins Spiel. Auer fummelte sich an drei, vier Wormser Abwehrspielern vorbei und schoss zum 3:0 (82.) ins kurze Eck. „Ich bin doch gar nicht so dünn, dass die mich übersehen können“, kommentierte Auer seinen zweiten Treffer im FKP-Trikot. Nach Vorarbeit Bürgers setzte er noch einen Volleyknaller knapp übers Gehäuse (88.). „Da kann man nicht meckern“, sagte Reinert zum nächsten 3:0. Durch die prima agierende Doppelsechs mit Simon Maurer und David Becker, die ihr Handwerk (nomen est omen) sowohl defensiv als auch offensiv glänzend interpretierten, konnte sich der Kapitän als Ballverteiler profilieren. Zugute kommen Reinert dabei auch die Abgezocktheit Auers als vorderste Anspielstation und die prima Defensivarbeit von Sommer und Gerlinger auf den Außenpositionen. Deshalb war auch FKP-Trainer Peter Tretter voll des Lobes für seine Elf. „Wir haben uns den Lohn abgeholt, dürfen uns jetzt zwei Tage freuen, und dann geht am Montag die Vorbereitung aufs nächste Spiel in Homburg los.“

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