Pirmasens „Das wird kein Dauerzustand“

Dank seines Trainers Sebastian Reich hat der FK Pirmasens II vorigen Sonntag im Titelrennen der Fußball-Verbandsliga wieder Boden gutgemacht. Denn der 34-Jährige wechselte sich nach 0:1-Pausenrückstand in Morlautern selbst ein und drehte mit zwei Toren das Spiel zugunsten seiner Mannschaft, die am Ende mit 3:1 gewann. Peter Seibel sprach mit dem früheren Regional- und Oberligastürmer, dessen Team am Sonntag um 14.30 Uhr den ASV Fußgönheim zum vorletzten Heimspiel des Jahres empfängt.
Das weiß ich wirklich nicht. Ist aber bestimmt schon länger her. Sie kamen zur Halbzeit, brauchten nicht viel Anlaufzeit. Gibt es diese Maßnahme in Zukunft häufiger oder gibt es vielleicht einen Einsatz von Beginn an? Die Einwechslung war der personellen Situation geschuldet. Ich wollte einen zweiten Stürmer bringen und auf der Bank saß außer mir keiner mehr. Rose und Hoffmann fehlten verletzt, Ludy war am Tag zuvor mit dem Regionalligateam in Offenbach. Das bleibt eine Ausnahme und wird kein Dauerzustand. Und von Beginn an schon gar nicht. Ohne Training geht mal eine Halbzeit, aber mir tat danach schon einiges weh. Zuletzt haperte es etwas mit dem Toreschießen beim FKP II, der dadurch vom ersten auf den zweiten Tabellenplatz zurückgefallen ist. Bis zum 3:1 in Morlautern gab es in fünf Spielen nur vier eigene Treffer. Woran lag es? In den letzten Wochen hat der Zug zum Tor gefehlt, der absolute Wille einen Treffer zu erzielen. Defensiv standen wir weitgehend gut. Uns war bewusst, dass es auch mal eine Durststrecke geben kann. Ich hoffe, dass das nach dem Erfolg in Morlautern behoben ist. Der nächste Gegner hat seit einer Woche einen neuen Trainer. Jan Kamuf übernahm von Christian Schäfer. Trotzdem gab es im Anschluss nur ein 0:0 gegen den Tabellenletzten TuS Hohenecken. Was erwarten Sie am Sonntag vom ASV Fußgönheim? Das ist schwierig zu beurteilen. Wenn ein neuer Trainer kommt, weiß man nie 100-prozentig, was einen erwartet. Im November hat Fußgönheim kein Spiel gewonnen, davor allerdings etliche Auswärtsspiele – auch bei Tabellenführer Waldalgesheim. Das wird am Sonntag auf alle Fälle sehr schwierig. Die Chancen stehen sehr gut, dass Sie mit Ihrer Mannschaft als Zweiter, womöglich sogar als Spitzenreiter in die Winterpause gehen. Wie fällt Ihre Bilanz bis jetzt aus? Bisher bin ich richtig zufrieden – mit der Entwicklung der Mannschaft und der einzelnen Spieler. Wenn mir jemand diese Platzierung vorhergesagt hätte, hätte ich darüber gelächelt. Es macht großen Spaß, und ich habe gar keinen Grund zur Klage.