Pirmasens Das wünschen wir der Stadt:

Ich wünsche dem FK Pirmasens, dass er am Ende der Saison 2016/17 in der Fußball-Regionalliga nicht auf einem Abstiegsplatz steht. Dann werden im Stadion Husterhöhe auch künftig interessante Spiele gegen attraktive Mannschaften zu sehen sein. Ich wünsche der Stadt Pirmasens, dass es im nächsten Jahr endlich gelingt, mit dem Landkreis Südwestpfalz besser zu kooperieren – also noch bevor die Stadt im Zuge der Kommunalreform ihre Eigenständigkeit verliert und Teil des Landkreises wird. Der Stadt Pirmasens wünsche ich, dass die Leute nicht zuerst an eine niedrige Lebenserwartung, hohe Schulden, hohe Arbeitslosigkeit und den Niedergang der Schuhindustrie denken, wenn sie den Namen der Stadt hören. Stattdessen sollten ihnen das Turnfest, der FKP, der City Beach, der Strecktalpark, die Alte Post oder das Dynamikum einfallen. Ich wünsche der Stadt einen „Goldesel“, damit sie ihre Schulden abtragen kann. Die Zeit für einen Schuldenabbau ist so günstig wie nie: Die Konjunktur brummt, die Steuereinnahmen steigen, die Zinsen bewegen sich nahe Null. In solch einer Zeit, sagt man, seien „Goldesel“ , sprich Banken, besonders gebefreudig oder sollten es zumindest sein. Wenn Bund und Land „Esel streck dich“ rufen, gibt es für Pirmasens womöglich doch ein Happy End in Sachen Finanzausstattung. Der Stadt Pirmasens wünsche ich 2017, dass sich die Einwohner für die Rheinland-Pfalz-Meisterschaft der Reiter Mitte Juli in Winzeln ähnlich begeistern können wie für das Landesturnfest 2016. Ich wünschte, von den vielen Exil-Pirmasensern, die jetzt zu Weihnachten in der Stadt sind, würde sich nur jeder Fünfte entscheiden, wieder hierzubleiben. Das Leben in Pirmasens wäre ein ganz anderes. Ich wünsche Pirmasens Investoren, die an die Stadt glauben, Rückkehrer, attraktiven Wohnraum, weniger Nörgler, mehr gemeinsame Sachen mit Frankreich, neue Veranstaltungsformate, regionales Denken vor allem beim Tourismus und mehr Selbstbewusstsein. Ich wünsche der Stadt, dass sich Investoren finden, die nach dem Neubau der Bahnhofstraße Geld in die Hand nehmen, die alten Läden zur Fußgängerzone hin abreißen und dort neue Geschäfte errichten. Und ich wünsche den Pirmasensern, dass sie im Sommer auf dem Schlossplatz unter Sonnenschirmen und auf Stühlen und Bänken Platz nehmen können und bewirtet werden. Ich wünsche Pirmasens, dass sich die Menschen hier mit Wohlwollen begegnen und dass ein Flair der Leichtigkeit herrscht. Und dass schöne Dinge passieren, mit denen die Stadt positive Schlagzeilen macht. Liebe Leser und Leserinnen , wir wünschen Ihnen ein frohes und friedvolles Weihnachtsfest. |peb