Pirmasens Das Los eines U23-Trainers

«BAD KREUZNACH.» Nicht nur einmal schüttelte Patrick Fischer gestern im altehrwürdigen Moebusstadion den Kopf. Der Trainer des FK Pirmasens II war so gar nicht zufrieden mit der Vorstellung seiner Elf, die das Fußball-Verbandsligaspiel bei Eintracht Kreuznach mit 1:3 verlor. Aber Fischer wusste auch, dass er nicht zu hart mit den jungen Kerlen ins Gericht gehen durfte.
„Wir hatten heute sechs U19-Spieler im Kader, die 20 Stunden vorher noch in der A-Junioren-Regionalliga gespielt haben“, sagte Fischer nach der verdienten Niederlage mit einem Achselzucken. Was sollte er auch machen? Das ist eben das Los eines U23-Trainers, das weiß auch Fischer. „Im Abschlusstraining hatte ich sieben Spieler.“ Die Gäste lagen schon zur Pause mit 0:3 zurück. Kapitän Lorenzo Valentini läutete mit einem unnötigen elfmeterwürdigen Foul gegen den bulligen Eintracht-Außenverteidiger Levi Mukamba die Niederlage ein. Dem 0:1 durch Sebastian Baumanns sicheren Strafstoß folgte nur acht Minuten später das 0:2, als Mukamba erst die FKP-Doppeldeckung auf der linken Seite einfach mal stehen ließ und dann aus spitzem Winkel den Ball ins kurze Eck zimmerte. Mit dem 0:3 durch Eray Öztürk war für Pirmasens die Partie eigentlich schon durch. „Die Eintracht war physisch stärker und hat sich den Sieg auch absolut verdient“, analysierte Fischer. Müller wechselt zu Pfeddersheim Sandro Kempfs Abstaubertor zum 1:3 (84.) ließ das Ergebnis für die Gäste etwas besser wirken, ohne dass es am Gesamtbild etwas änderte. Zu allem Überfluss hatten sich die Pirmasenser auch noch selbst geschwächt. Benson Kamaus zweites derbes Foul in der 73. Minute kam mit Ansage, Schiedsrichter Daniel Greef quittierte es zurecht mit Gelb-Rot. „Es war uns klar, dass die Eintracht gute Fußballer und inzwischen auch ein eingespieltes Team hat. Bei uns steht dagegen jede Woche eine andere Mannschaft auf dem Platz, da fehlen die Abläufe“, fand auch Maurice Müller, der mit einem feinen Außenrist-Lupfer eine gute FKP-Chance hatte (71.). Der erst zu Saisonbeginn von Elversbergs U19 gekommene Stürmer wechselt im Sommer zum Oberligisten TSG Pfeddersheim. „Die Unterschrift dürfte inzwischen trocken sein“, witzelte der 19-Jährige, der nach acht Wochen dauernder Verletzung zu Saisonbeginn nie richtig den Anschluss bei der ersten Mannschaft gefunden hatte. „Ich hoffe, dass es in Pfeddersheim dann besser läuft.“ So spielten sie FK Pirmasens: Gize - Vogt (76. Thierjung), Dauenhauer, Valentini, Koch - Kamau, Kempf, Rebmann, Nagel - Müller (80. Lirim) - Hecker (46. Bischof).