Pirmasens RHEINPFALZ Plus Artikel Dahner Kerwelauf: Teilnehmerrekord an neuem Termin?

Im Vorjahr siegte der in Dahn lebende Eritreer Kiflom Sium (Bildmitte im gelben Trikot) mit neuem Streckenrekord. Dieses Mal bef
Im Vorjahr siegte der in Dahn lebende Eritreer Kiflom Sium (Bildmitte im gelben Trikot) mit neuem Streckenrekord. Dieses Mal befinden sich Start und Ziel im Kurpark. Archivfoto: dy

Der Dahner Kerwelauf soll attraktiver werden. Erstmals findet der vierte von insgesamt sieben Wasgaucup-Läufen nicht mehr an einem Freitagabend, sondern an einem Samstagnachmittag statt. Start und Ziel der neunten Auflage ist der Kurpark.

„Alle anderen sechs Wertungsläufe des Wasgaucups starten ebenfalls samstags, deshalb wollten wir einfach mal ausprobieren, wie das ankommt“, erklärt Georg Schreiner, der Vorsitzende der Kultur- und Sportförderung Dahner Felsenland. Der großräumige Kurpark biete ein sehr ansprechendes Ambiente sowohl für die Läufer als auch für die Zuschauer. Mit dem Zieleinlauf beginnt das Stadtfest im Kurpark.

Der Vorjahressieger, der aus Eritrea stammende, in Dahn lebende Kiflom Sium, wird wahrscheinlich beim Heimrennen wieder am Start sein. Im vergangenen Jahr stellte der 32-jährige anerkannte Asylbewerber im Zehn-Kilometer-Hauptrennen mit 35:50,6 Minuten einen neuen Streckenrekord auf. Sium gewann Mitte Juli auch den „Winterkirchel-Lauf“ des TuS Erfweiler mit fünf Minuten Vorsprung. Wo er bisher in unserer Region gestartet ist, hat er jedes Mal überragend gewonnen. Auch die Vorjahressiegerin Damen, die Französin Katia Hirtz, stellte im vergangenen Jahr einen neuen Streckenrekord auf. Die Niederbronnerin lief in 45:48,7 Minuten durchs Ziel.

Bis Donnerstagmittag lagen 64 Meldungen für den Zehn-Kilometer-Hauptlauf und 50 fürs Fünf-Kilometer-Rennen vor. Im vergangenen Jahr verzeichnete der Kerwelauf mit 257 Startern, davon 148 10.000-Meter-Läufer, einen neuen Teilnehmerrekord. „Dieses Jahr sind wir optimistisch, noch mehr Starter zu gewinnen“, zeigt sich Schreiner optimistisch, dass das neue Konzept gut ankommen wird.

Zur Burg und zum Hochstein

Abgesehen vom neuen Start- und Zielbereich hat sich an der Streckenführung nichts geändert. Die Zehn-Kilometer-Distanz ist mit 245 Höhenmetern gespickt. Auf Feld- und Waldwegen geht es zunächst über einen schmalen Pfad in Richtung Altdahn. Dann folgt der erste, etwa 300 Meter lange Anstieg hinauf zur Burg. Kräfte einteilen, lautet das Motto. Die letzten etwa 40 Meter sind sehr steil. Dann wieder zurück über den Parkplatz in Richtung Erfweiler. Nach einigen Schleifen im Tal läuft man noch einmal moderat etwa 450 Meter bergauf Richtung Hochstein zur Fünf-Kilometer-Marke. Nach einer Runde um den Hochstein geht es wieder zurück zum Park. „Es gibt zwei Verpflegungsstellen“, informiert Schreiner.

Wasgaucup noch völlig offen

In der Wasgaucup-Wertung führt nach drei von sieben Läufen bei den Frauen die für den TuS Erfweiler startende Angelika Trapp mit 465 Punkten vor der Lembergerin Verena Becker (453), die allerdings erst zwei Wertungsläufe absolviert hat. Punktemäßig ganz eng zusammen sind auch die Führenden der Männerwertung: Sascha Luckow, ebenfalls vom TuS Erfweiler, führt mit 798 Punkten, gefolgt vom Hauensteiner Alexander Memmer (757) und Mario Graf (TV Bad Bergzabern/742). Vier der sieben Wertungsläufe müssen vier absolviert werden, um in die Cupwertung zu kommen.

Die Anmeldung in der Geschwister-Scholl-Schule ist am Samstag ab 13 Uhr geöffnet. Um 15 Uhr startet der 2000-Meter-Jugendlauf, zu dem bereits 50 Kinder der Grundschule Dahn angemeldet sind. Hier ist die Teilnahme kostenlos. Der Hauptlauf (Startgebühr: neun Euro) und das 5000-Meter-Rennen (sieben Euro) starten um 15.30 Uhr. Anmeldungen sind bis kurz vor dem Startschuss möglich. Umkleide- und Duschmöglichkeiten sind in der Ritter-von-Tann-Schule vorhanden. Schauplatz der Siegerehrung (Jugendlauf ab 15.40 Uhr, Fünf- und Zehn-Kilometer-Rennen ab 17 Uhr) ist die Konzertmuschel im Kurpark.

x