Pirmasens „Da ging’s drunter und drüber“

Mit einem Kopfballtor sicherte Jannik Sommer im vergangenen September dem SVN Zweibrücken ein 1:1-Unentschieden im Südwestpfalzderby der Fußball-Regionalliga gegen den FK Pirmasens. Am morgigen Sonntag (14 Uhr) steigt im Stadion Husterhöhe das Rückspiel – mit Sommer im FKP-Trikot. Peter Brandstetter sprach gestern mit dem im Winter gewechselten Linksaußen, der in seinen sieben Regionalligaspielen für Pirmasens schon fünf Tore erzielt hat.
Da ging’s drunter und drüber. Zu Rundenbeginn hatten wir noch eine ganz ordentliche Mannschaft. Noch im August musste der Verein dann meinen jetzigen Mitspieler beim FKP, Simon Maurer, André Fliess, Rufat Dadachov und Christian Telch abgeben. Vier Spieler aus der Startelf weg – da haben dann die Ergebnisse nicht mehr gestimmt. Irgendwann war dann das Geld alle. Mir blieb letztlich keine andere Wahl, als im Winter den Verein zu verlassen. Schuldet der SVN Ihnen noch Geld? Ja, der Verein schuldet mir noch Geld, wobei ich vor kurzem einen Teil davon bekommen habe, was mich schon überrascht hat. In Pirmasens läuft es für Sie jetzt ziemlich gut ... Ich fühle mich wohl, wir spielen einen ganz guten Fußball, hätten aber ein paar Punkte mehr holen können. Ihr Vertrag endet im Juni. Werden Sie verlängern und gab es diesbezüglich schon Gespräche? Nein, die gab’s noch nicht, aber das wird wohl demnächst folgen. Es ist eine schwierige Situation, weil man nicht weiß, wo es weitergeht. Würden Sie gerne bleiben? Ich kann mir schon vorstellen, in Pirmasens zu bleiben. Für die Oberliga wäre der Aufwand – ich studiere ja in Darmstadt – allerdings zu groß. Wie läuft es denn mit Ihrem Deutsch- und Sport-Lehramtsstudium? Machen Sie bald ein Praktikum an einer Schule? Ich habe leider erst ein Jahr später als geplant mit dem Studium anfangen können, weil ich in der Sport-Eignungsprüfung nicht die erforderliche Zeit im Schwimmen hatte. Nächste Woche beginnt das vierte Semester. Ein Praktikum wird wohl bald kommen – vielleicht an der Schule meines Vaters, der auch Lehrer ist. Haben Sie in Ihrer Zeit bei Eintracht Frankfurt II auch mal in den Bundesligakader hineingeschnuppert? Ich war nur ein Jahr dort, in dem Armin Veh der Cheftrainer der Profis war, und da gab es so gut wie keinen Kontakt zwischen den beiden Teams. Die Wertschätzung der zweiten Mannschaft bei der Eintracht hat sich gezeigt, als sie aufgelöst wurde. Sehen Sie eine Gefahr, dass Ihre Mannschaft am Sonntag den Tabellenletzten Zweibrücken nach zehn Niederlagen in Serie unterschätzt? Die Mannschaft hat schon das Pokalspiel am Mittwoch in Bingen bei einem drei Klassen tiefer spielenden Gegner absolut ernst genommen. Wir werden auch gegen den SVN auf keinen Fall überheblich agieren. Immerhin hat Zweibrücken vor kurzem nur 0:1 gegen den 1. FC Saarbrücken verloren. Wird der FKP den Abstieg verhindern können? Wie viele Absteiger wird es geben? Mit Offenbach, Saarbrücken oder Elversberg hat die Regionalliga Südwest in der Relegation zwei gute Mannschaften im Rennen. In der 3. Bundesliga sieht’s inzwischen ganz gut aus. Wir haben zu den letzten drei Mannschaften schon ein bisschen Abstand schaffen können und liegen nur noch drei Punkte hinter Nöttingen, wo wir demnächst noch spielen werden. Wir wollen noch einen oder zwei Plätze gutmachen.