Südwestpfalz Corona: Bislang noch kein Omikron-Fall in der Südwestpfalz

Bislang registierte das Gesundheitsamt Südwestpfalz noch keine Corona-Infektion mit der Omikron-Variante.
Bislang registierte das Gesundheitsamt Südwestpfalz noch keine Corona-Infektion mit der Omikron-Variante.

Von Andreas Danner

Im Zuständigkeitsbereich des Gesundheitsamtes kam es bis Donnerstag noch zu keiner bestätigten Infektion mit der Omikron-Variante, wie Thorsten Höh, der Sprecher des Landkreises Südwestpfalz, auf Anfrage der RHEINPFALZ erklärte.

Die Anzahl der Corona-Fälle, bei der sich die Betroffenen mit der Omikron-Variante des Virus infiziert haben, steigt bundesweit stark an. Allerdings gibt es mit Blick auf die erste Kalenderwoche eine große Unsicherheit, wie das Robert-Koch-Institut einräumt. Am Mittwochabend teilte das rheinland-pfälzische Gesundheitsministerium mit, dass die Omikron-Variante auch in Rheinland-Pfalz mittlerweile vorherrschend sei. In seiner täglichen Übersicht weist das Robert-Koch-Institut für Rheinland-Pfalz 201 bestätigte Omikron-Fälle seit der dritten November-Woche 2021 (Beginn der Erfassung) aus. Bundesweit kam es seither zu rund 51.000 Infektionen mit dieser Variante. 538 Omikron-Infizierte wurden im Krankenhaus behandelt, 15 starben an den Folgen der Infektion.

Anfang der Woche hatte das Landesuntersuchungsamt eine Übersicht über das Vorkommen von Virusvarianten in Rheinland-Pfalz veröffentlicht. Demnach gab es in den vergangenen 14 Tagen im Landkreis 21 Verdachtsfälle, in Pirmasens neun und in Zweibrücken einen. Bislang habe sich noch kein Verdachtsfall bestätigt, sagte Höh. Allerdings vergehen rund zehn Tage, bis der Verdacht bestätigt oder verworfen werden kann.

Strenge Omikron-Regeln sollen geändert werden

Derzeit gelten bei möglichen Omikron-Infektionen strengere Quarantäneregeln, informierte Höh. Kontaktpersonen eines bestätigten Omikron-Falls müssen 14 Tage in Quarantäne. Zusätzlich erfolgt eine PCR-Testung zu Beginn, weitere Testungen werden beim Auftreten von Symptomen vorgenommen. Beendet wird die Quarantäne nach 14 Tagen durch einen negativen PCR-Test ab dem elften Tag oder einen negativen Antigen(POC)-Test ab dem 14. Tag. Dieses Vorgehen gilt bei der Omikron-Variante auch für geimpfte und genesene Kontaktpersonen. Aktuell wird in Einzelfällen identisch vorgegangen, wenn der Verdacht auf eine Omikron-Infektion von einem Labor gemeldet wird und klinisch ebenfalls wahrscheinlich ist.

Über eine Änderung des Vorgehens bei Omikron-Fällen berieten die Gesundheitsminister der Länder am Mittwoch. Anfang kommender Woche soll eine einheitliche Quarantäneregelung getroffen werden. Es wird damit gerechnet, dass die Omikron-Fallzahlen rasant steigen und die Aufrechterhaltung der kritischen Infrastruktur durch zu strenge Quarantäneregelungen gefährdet werden könnte. „Wir wollen spätestens in der kommenden Woche einheitliche Quarantäneregelungen für Menschen schaffen, unabhängig davon, ob sie sich mit der Delta- oder Omikron-Variante infiziert haben“, erklärte der rheinland-pfälzische Gesundheitsminister Clemens Hoch (SPD). Diese müssten der Sorge Rechnung tragen, „dass nicht das ganze Land gleichzeitig in Isolation verharrt“.

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