Pirmasens Coach Tretter lächelt kurz die Sorgenfalten weg

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PIRMASENS. Die Trainingswoche lief beim Fußball-Regionalligisten FK Pirmasens nicht optimal. Und das ausgerechnet vor dem Heimspiel heute Abend im Sportpark Husterhöhe gegen Spitzenreiter SV Waldhof Mannheim (Anpfiff: 19 Uhr). Allerdings schwächelte der Tabellenführer zuletzt ebenfalls und wartet seit drei Spielen auf einen Sieg.

„Ich hoffe dass diese Schwächephase noch zwei Tage anhält, danach dürfen die alles gewinnen“, sagte FKP-Coach Peter Tretter und lächelte dabei vordergründig seine Sorgenfalten kurz weg. Tretters Besorgnis ist verständlich: Die Beteiligung seiner Kicker an den Übungsstunden vor der Partie war nämlich aus Trainersicht keineswegs regionalligatauglich. Torhüter Daniel Kläs und Patrick Freyer (beide im Schichtdienst) sowie Yannick Osee (mit der Fußball-Auswahl der rheinland-pfälzischen Polizei auf Dienstreise) konnten gar nicht trainieren. Felix Bürger und Dominik Rohracker standen nur ein Mal auf dem Trainingsplatz. Sebastian Reinert (wegen einer im Dienstagstraining erlittenen Zerrung im Oberschenkel) und Christian Grimm (Magen-Darm-Virus) fallen heute definitiv aus. Tretters Kommentar dazu fällt knapp aus: „Katastrophal!“ Deshalb hatte der Übungsleiter, entgegen seiner Gepflogenheiten, für gestern Abend noch eine Trainingseinheit angesetzt, die weitere Erkenntnisse dazu liefern sollte, mit welchem Personal und mit welcher taktischen Ausrichtung er die Partie heute Abend in Angriff nimmt. Zumindest sind sowohl Adam Bouzid, nach verletzungsbedingter Pause bei der 1:3-Niederlage bei den Stuttgarter Kickers, als auch Marco Steil fit. Sascha Hammann, Alexander Heinze, Manuel Grünnagel, Salif Cisse zählen wohl ebenso zur Anfangsformation wie Charlie Rugg und Can Cemil Özer. So blieben noch drei Teilchen im Aufstellungspuzzle zu lösen. Yannick Gries, David Becker oder Cissé kommen neben Bouzid für die Sechser-Position in Frage. Grünnagel wäre ein Kandidat für die offensive rechte Außenbahn, sollte Rohracker nicht spielen können. Und Freyer wäre trotz Trainingspause von Beginn an eine Option. „Vielleicht setze ich wegen eines Bauchgefühl auch andere Ideen um“, schiebt Peter Tretter noch nach. Weniger am Bauchgefühl, sondern mehr an harten Fakten orientiert sich der Trainer bei der Einschätzung des Gegners. Das 0:2 der Mannheimer gegen den 1. FC Saarbrücken hat er sich live im Fernsehen angeschaut, die übrigen Partien per Video analysiert. „Maßstab ist für mich das 3:3 der Waldhöfer bei unserem Mitabstiegskonkurrenten Walldorf. Die Mannheimer können nicht nur Fußball spielen, sondern auch kämpfen“, hat sich Tretters Eindruck verfestigt. Der Trainer zählt die Vorzüge der Gäste gleich mit auf. Ex-FKPler Jannik Sommer und der zum Zweitligisten SV Sandhausen wechselnde Ali Ibrahimaj seien offensiv bärenstark. Abwehrspieler Marcel Seegert sei mit seinen sieben Toren nach Standards brandgefährlich. Der 35-jährige Ex-Bundesligaprofi und spielende Co-Trainer Michael Fink, der seinen Vertrag dieser Tage verlängert hat, sei ein absoluter Führungsspieler. Den Druck sieht Tretter, der mit rund 1100 Zuschauern rechnet – 400 bis 600 werden laut FKP-Geschäftsführer Christoph Radtke aus Mannheim erwartet –, auf beiden Teams gleichermaßen lasten. „Keiner darf verlieren“, erklärt der Coach, „die verbleibenden Spiele werden immer weniger...“ Tretter rechnet, dass noch sieben Punkte aus fünf ausstehenden Partien für das Unterfangen Klassenerhalt notwendig sind. Kommt heute Abend Zählbares heraus, wären es nur noch sechs oder gar vier.

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