Pirmasens Buntes Kinderfest auf dem Exe: Gelungener Auftakt, aber weniger Gäste als geplant

Für die Kinder war auf dem Exe einiges geboten.
Für die Kinder war auf dem Exe einiges geboten.

Der Beirat für Migration und Integration hat Kinder und Eltern zu einem kleinen Fest auf dem Exe eingeladen. Zur Premiere kamen nicht so viele Besucher wie erhofft.

Spiel und Spaß für Kinder auf dem Exe: Der neu gewählte Beirat für Migration und Integration hatte kleine Besucher und ihre Eltern am Dienstagnachmittag erstmals zu einem Fest mit buntem Programm geladen, das von kulturellen Festen der Heimatländer der Beiratsmitglieder geprägt war. Die langersehnte Frühlingssonne zierte sich am Dienstagnachmittag ein wenig, hin und wieder ließ sie sich zwar blicken, versteckte sich dann aber sogleich hinter grauen Wolken. Insgesamt war es zum Auftakt in den April windig und kühl, zumindest aber trocken. Den Spaß ließen sich die Macher des Kinderfestes damit auf keinen Fall verderben - auch, wenn weniger Menschen gekommen waren als geplant.

Andrang bei Hüpfburg und Schminkstation.
Andrang bei Hüpfburg und Schminkstation.

Als bunte Clowns verkleidet verteilten die Mitglieder des Ausländerbeirats Süßigkeiten und T-Shirts, die bei den Gästen reißenden Absatz fanden. Direkt vor dem Rathaus lud eine große Hüpfburg, die vom Stadtjugendring gestellt wurde, kleine und größere Kinder zum Herumtollen ein. Beiratsmitglieder, Vertreter des Pakts für Pirmasens und des Stadtjugendrings hielten zusammen mit den Eltern der Kinder ein wachendes Auge darüber, dass im Gemenge niemand verletzt wurde. Hier und da widmen sich am Nachmittag Kinder dem Seilhüpfen, schnappen sich einen Hula-Hoop-Reifen und stoppen die Zeit mit kreisenden Hüften, bevor sie völlig außer Atem den Reifen zu Boden gleiten ließen. Ein Fußball wurde dort, wo sonst der Wochenmarkt oder das große Stadtfest stattfindet, in die Ecken gekickt, der Exe befand sich für insgesamt vier Stunden fest in Kinderhand.

Kinder lernen neue Kulturen kennen

Mit seiner Enkeltochter Ella – sie wird erst zwei Jahre alt – ist Karl-Heinz Baumann aus Kleinsteinhausen nach Pirmasens gekommen. Mit dem Fest zeigt er sich zufrieden, hat aber auch gleich Verbesserungsvorschläge in petto: „Ich finde das Fest an sich toll, vor allem die Hüpfburg. Ella muss noch warten, bis die großen Kinder weg sind und sie mit ihren Altersgenossen mit dem Hüpfen loslegen kann. Ich finde es schön, wenn es beim nächsten Fest mehr Angebote für kleinere Kinder geben würde – kleine Fahrgeschäfte, Laufräder oder Bobby Cars.“ Während Natalia Holturenko, ebenfalls ein neues Mitglied des Migrantenbeirats, die Kinder mit viel Fantasie und Liebe als bunte Schmetterlinge oder süße Kätzchen schminkt, verschafft sich die zweifache Mutter Nora Kästner einen Überblick über das Geschehen. „Wir sind gerade erst gekommen, haben aber schon einen guten ersten Eindruck gewonnen. Schön, dass was für die Kinder gemacht wird und sie andere Kulturen kennenlernen dürfen. Bei uns im Kindergarten in Rodalben gibt es keine Migranten, sondern nur Deutsche. So ist das für meine Kinder schon etwas Besonderes, vor allem für meine vierjährige Tochter“, sagt sie.

Natalia Holturenko schminkt den kleinen Mohamed.
Natalia Holturenko schminkt den kleinen Mohamed.

Mitten auf dem Exe hat Gelati Lillo seinen Eiswagen geparkt. Für kleine und große Schleckermäuler gibt es kostenloses Eis von Eismann Calogero Piscopo, in Pirmasens schon lange kein Unbekannter mehr. Mit bunter Perücke und roter Clownsnase wuselt die 37 Jahre alte Ukrainerin Mariia Kryvoshei über den Exe. Noch nicht allzu lange steht sie dem Migrantenbeirat vor. „Wir haben eigentlich mit viel mehr Leuten heute gerechnet, aber es ist einfach zu kühl und windig. Das bisschen Sonne tut richtig gut und vorhin ist auch eine ganze Schulklasse gekommen“, freut sie sich.

Das nächste Fest vielleicht im Sommer

Das Kinderfest soll nach den Planungen des Ausländerbeirats ein Mal im Jahr stattfinden, vielleicht auch im Sommer, wenn die Temperaturen höher sind. „Den 1. April haben wir für die Premiere gewählt, weil an diesem Tag bei uns in der Ukraine der „Humorina“ gefeiert wird – ein Tag des Lächelns und des Humores, bei dem traditionell Clowns und Artisten bei großen Straßenfesten gute Laune verbreiten. Außerdem ist gerade das Ende des Fastenmonats Ramadan, ein Tag, der den syrischen Mitgliedern des Beirates sehr wichtig ist“, sagt Kryvoshei.

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