Pirmasens Bundesliga-Aufstieg stets verpasst

Erstmals seit dem 14. Juni 1964 spielt der FK Pirmasens heute beim KSV Hessen Kassel. Vor 50 Jahren gewann der FKP in der Bundesliga-Aufstiegsrunde vor 20.000 Zuschauern mit 4:1. Helmut Kapitulski, Horst Brill und zweimal Hugo Dausmann trafen für die Pirmasenser. Auch Hans-Erwin Volberg, Vater des heutigen FKP-Präsidenten Karsten Volberg, gehörte anno 1964 zum Siegerteam in Kassel. Beide Vereine verfehlten in zahlreichen Anläufen stets den Aufstieg in die Eliteklasse. Ganz nah dran war Kassel in der Saison 1984/85, als es als Tabellenführer in den letzten Spieltag der 2. Bundesliga ging, aber durch eine 0:2-Niederlage beim 1. FC Nürnberg noch auf den vierten (!) Platz zurückfiel. Es folgten schwere Zeiten: zwei Konkurse, Abstieg in die Oberliga. Seit 2006 ist Kassel Regionalligist. 2013 wurde der KSV Meister der Regionalliga Südwest, scheiterte aber in den Aufstiegsspielen an Holstein Kiel. Matthias Mink, seit Januar Trainer des KSV und vorher U23-Coach bei Bayer Leverkusen, hat elf neue Spieler einzubauen. Das klappte in der Vorbereitung gut. Kassel gewann die Testspiele gegen die West-Regionalligisten Rot-Weiss Essen und FC Hennef, zeigte auch beim 1:4 vor 16.000 Zuschauern im Auestadion gegen Borussia Dortmund eine passable Leistung. Dann aber ging am Samstag das erste Punktspiel bei der TSG Hoffenheim II mit 1:3 verloren. Die Hessen stehen also heute gegen die Pfälzer unter Druck, denn bei einer neuerlichen Niederlage würden die in der enttäuschend verlaufenen Saison 2013/14 schon rückläufigen Zuschauerzahlen wohl weiter zurückgehen, und „dabei ist der finanziell klamme Verein auch auf Zuschauereinnahmen angewiesen“, wie die Hessisch-Niedersächsische Allgemeine schreibt.