Fussball RHEINPFALZ Plus Artikel Bundenthals Torwart: „Fußballergehalt hätte nicht gereicht“

In Aktion: Björn Herzig, hier 2018 in einem Spiel gegen Fehrbach, geht entschlossen zur Sache, wenn die Angreifer vor ihm auftau
In Aktion: Björn Herzig, hier 2018 in einem Spiel gegen Fehrbach, geht entschlossen zur Sache, wenn die Angreifer vor ihm auftauchen.

Einen guten Torwart, der auch im Feld mitspielen könnte? Den wünscht sich jede Mannschaft. Björn Herzig hat in beiden Bereichen Erfahrung. Peter Seibel sprach mit dem Torwart des Landesligisten SF Bundenthal.

Hallo Herr Herzig, haben Sie sich bereits ein paar Torwarthandschuhe aus der neuen Kollektion Ihrer Torwartkollegen Kevin und Jonas Jung gesichert?
Nein. Bisher ist es noch nicht dazu gekommen. Als die herausgekommen sind, war ich noch voll ausgestattet. Aber ich bin nicht abgeneigt und offen für Neues.

Die Sportfreunde haben die Aufstiegsrunde gerade noch so erreicht, aber jetzt in drei Partien sieben Punkte geholt. Geht da doch noch was nach vorne?
Ambitionen will ich gar nicht abstreiten. Wir können jedes Spiel gewinnen. In der Aufstiegsrunde tun wir uns leichter, weil wir das Spiel nicht machen müssen. Hinten stehen wir gut und vorne reichen uns oft zwei, drei Aktionen.

Gab es Ihrerseits nie die Ambition, auch mal höher zu spielen?
Ich hatte vor einigen Jahren ja mal die Gelegenheit. Da war ich zum Probetraining beim FC Eurotours Kitzbühel in der Regionalliga Österreichs. Ich hätte aber hinziehen müssen. Aber das Fußballergehalt hätte zum Leben nicht gereicht. Ich hätte mir komplett etwas Neues aufbauen müssen.

Dann vielleicht doch mit den Sportfreunden in die Verbandsliga?
Da wäre ich nie abgeneigt. Für die kommende Runde habe ich zugesagt. Danach muss man sehen, wie das mit der Fahrerei zum Training wird. Wir haben zwar eine Fahrgemeinschaft, aber bei den aktuellen Spritpreisen muss man sehen, wie sich das weiterentwickelt. Es gibt sicherlich auch in der Vorderpfalz attraktive Vereine.

Sie sind vor neun Jahren mal nach Busenberg, um in der B-Klasse im Feld zu spielen. War es Ihnen im Tor zu langweilig?
Tatsächlich hat mir im Tor etwas die Abwechslung gefehlt. Ich habe dann im Sturm angefangen und am Ende war ich auf der Sechser-Position.

Und warum blieb es dann letztlich bei dem einen Jahr als Feldspieler?
Ich bin dann ins Tor zurück, weil ich wieder höherklassig spielen wollte. Dazu war ich im Feld nicht gut genug. Aber ich will auch heute noch ab und an in der zweiten Mannschaft im Feld spielen. Und beim Torwartspiel hilft eine gewisse Ballfertigkeit natürlich ungemein.

Zur Person

Der 29-jährige, ledige Torwart wohnt in Landau und arbeitet als IT-Mitarbeiter für die in Indien ansässigen Firma Infosys Technologies. Mit dem Fußballspielen begann Herzig in Dahn, wechselte dann nach Hinterweidenthal, wohin er nach einem Abstecher in Bruchweiler auch zurückkehrte. In Hinterweidenthal debütierte er auch in der A-Klasse. Der damalige Trainer Stefan Nagy nahm ihn dann mit nach Bundenthal, wo er, von einer einjährigen Unterbrechung beim SC Busenberg abgesehen, durchgehend spielte. sep

Weitere Landesligaspiele

Aufstiegsrunde: SV Rodenbach - SC Hauenstein (Freitag, 19 Uhr), TuS Steinbach - SF Bundenthal (Samstag, 17 Uhr), SG Hüffelsheim - SV Hermersberg (Sonntag, 15 Uhr)

Abstiegsrunde: VfR Kirn - SV Hinterweidenthal, FC Schmittweiler-Callbach - SG Eppenbrunn (je Samstag, 16 Uhr), VfR Kaiserslautern - FC Fehrbach (Samstag, 18 Uhr)

Von vorne: Bundenthals Keeper Björn Herzig.
Von vorne: Bundenthals Keeper Björn Herzig.
x