Kanuslalom Britta Jung aus Höheischweiler und ihr Coup im Eiskanal
Slalomkanutin Britta Jung aus Höheischweiler hat am vergangenen Wochenende in Augsburg eine starke erste Sichtung bei den Nationalmannschaftsqualifikationen hingelegt. Im Kajak gewann die 16-Jährige von den Wassersportfreunden Zweibrücken sogar einen Lauf.
Der neue Modus sieht vor, dass in den Disziplinen Canadier-Einer (kniend mit Stechpaddel) und Kajak-Einer sechs Einzelrennen stattfinden, wobei die ersten drei auf der Olympiastrecke in Augsburg ausgetragen wurden. Die zwei schlechtesten der sechs Ergebnisse werden am Ende gestrichen, vier Rennen gehen also in die Wertung.
Zwei Eskimorollen
Für Britta Jung geht es in der Altersklasse U18 um die Plätze für das Junioren-Nationalteam. Die drei Gesamtersten in den Kategorien Kajak-Einer und Canadier-Einer bilden dieses Team.
Die Bedingungen auf dem Augsburger Eiskanal waren schwierig. Zunächst ging die Höheischweilerin im Canadier-Einer an den Start und erreichte trotz zweier Eskimorollen jeweils den siebten Platz in beiden Rennen. Im Anschluss daran wechselte sie in den Kajak-Einer, wo sie für eine große Überraschung sorgte, als sie sich im ersten Rennen mit einem fehlerfreien Lauf sogar Platz eins sicherte.
Zeitstrafe
Nach einem schweren Fahrfehler, der mit einer Zeitstrafe von 50 Sekunden belegt wurde, wurde sie im zweiten Rennen 14. Im dritten Durchgang am Sonntag zeigte die Schülerin des Pirmasenser Immanuel-Kant-Gymnasiums aber erneut starke Leistungen: Im Canadier-Einer wurde sie Achte, im Kajak-Einer unterstrich sie mit Rang drei ihre gute Form.
Nach diesen Rennen fanden noch die Time-Trials (Zeitrennen) im Kajak-Cross (vier Fahrer gleichzeitig) statt. Hier verbuchte Britta Jung einen zweiten und einen dritten Platz. Auch das verschafft ihr insgesamt eine gute Ausgangsposition für die Rennen der zweiten Nationalmannschaftsqualifikation am nächsten Wochenende im Kanupark Markkleeberg in der Nähe von Leipzig.