Fußball
Braucht der FK Pirmasens bald einen Nachhaltigkeitsmanager?
Der 15. April ist für den FK Pirmasens seit vielen Jahren ein Stichtag. Denn bis zu diesem Termin muss jeder Verein, der in der folgenden Saison der Fußball-Regionalliga angehören möchte, eine Lizenz beantragt haben. Beim FKP kümmert sich Geschäftsstellenleiter Christoph Radtke alljährlich darum. Vieles ist daher für ihn Routine, eine weitgehende Wiederholung von Vorjahresvorgängen. Bis Mittwoch machte er unter anderem Angaben über Sicherheitsfragen, und er musste eine Erklärung von Verein und Stadt als Stadion-Eigentümer vorlegen, dass die Arena auf der Husterhöhe zu den Terminen im Rahmenspielplan uneingeschränkt zur Verfügung steht.
Die Kaution für eine Regionalliga-Lizenz in Höhe von 50.000 Euro muss der FKP dann bis 31. Mai vorlegen. Ein Zeitpunkt, zu dem der aktuelle Oberliga-Erste womöglich noch nicht weiß, ob er die sportliche Qualifikation für die Regionalliga schafft oder nicht. „Im Vorjahr hatten wir das auch schon bezahlt“, sagt Radtke mit Verweis auf das mit 1:2 vor 5500 Zuschauern im Fritz-Walter-Stadion verlorene „Finale um Platz zwei“ am 31. Mai 2025. „Zehn Tage später war das Geld dann wieder bei uns.“
„Kein Ausschlusskriterium“
Bis 20. Juni müsste der FKP, so er denn sportlich den Aufstieg packt, nach Radtkes Worten „weitere personell-administrative Sachen wie Sicherheitsbeauftragter oder Pressesprecher“ an die RLSW Regionalliga Südwest GmbH übermitteln. Inzwischen zählt dazu auch die Benennung eines Nachhaltigkeitsmanagers. Radtke: „Wenn wir den allerdings nicht hätten, wäre das kein Ausschlusskriterium.“ Alle Regionalliga-Saisonspiele werden von der Firma „Leagues“ live übertragen. Auch hierzu seien, so Radtke, „noch ein paar Hausaufgaben zu machen“. Neben dem FKP haben aus der Oberliga Rheinland-Pfalz/Saar nur noch der ebenfalls 60 Punkte aufweisende Tabellenzweite, der 1. FC Kaiserslautern II, und die auf Rang drei folgende TuS Koblenz (51) eine Regionalliga-Lizenz beantragt. Der FC Emmelshausen-Karbach (49) und der FV Engers (48) haben darauf verzichtet.
Zunächst einmal aber gilt es für Pirmasens, trotz der zahlreichen verletzten Spieler den ersten Oberliga-Platz zu verteidigen. Am Sonntag, 14 Uhr, geht es im Framas-Stadion gegen den auf Platz neun liegenden Neuling TSV Gau-Odernheim, dessen Kapitän und Abwehrchef Jakob Friedrich sich gerade das Syndesmoseband gerissen hat. Geschäftsstellenleiter Radtke findet das Abschneiden seines auch im Verbandspokalfinale stehenden Teams schon jetzt sehr respektabel, „wenn man bedenkt, wie viele Leistungsträger seit vielen Wochen ausfallen“. Der FCK habe da „personell ganz andere Möglichkeiten“.