Pirmasens „Brauchen kein Wort über Aufstieg zu verlieren“

Voller Körpereinsatz des guten Dominic Kessler gegen Eppenbrunns Georgr-Andrei Bogdan.
Voller Körpereinsatz des guten Dominic Kessler gegen Eppenbrunns Georgr-Andrei Bogdan.

«HINTERWEIDENTHAL.» Die SG Eppenbrunn musste am Karsamstag im Rennen um den zweiten Platz in der Fußball-Bezirksliga Westpfalz einen Dämpfer einstecken. Wie schon im Hinspiel auf eigenem Rasen verlor die SGE auch beim SV Hinterweidenthal leistungsgerecht mit 1:2 (0:2).

„In der ersten Hälfte war das gar nichts. Keine Raumaufteilung und kein Zweikampfverhalten. So brauchen wir kein Wort über den Aufstieg zu verlieren“, sprach Eppenbrunns Spielertrainer Niklas Kupper nach der ersten Niederlage nach zuvor acht Siegen in Folge Klartext. In der zweiten Halbzeit habe seine Mannschaft zwar weitaus besser gespielt, allerdings sei der Sieg der Hinterweidenthaler im Wasgauderby völlig verdient. In der Startphase der Begegnung fragte sich so mancher der 250 Zuschauer, welche der beiden Mannschaften eigentlich um den zweiten Aufstiegsplatz kämpft. Die Platzherren spielten besser organisiert und schnörkellos. Die Eppenbrunner dagegen agierten oft zu umständlich und ließen jegliche Zweikampfstärke vermissen. Hinterweidenthal war mit Norbert Kuntz, eigentlich Torsteher der zweiten Mannschaft, im Kasten angetreten. Er hatte kurzerhand mit der etatmäßigen Nummer eins, Jonas Jung, getauscht. Dieser half am Samstagabend bei der noch vom Abstieg bedrohten zweiten Mannschaft (B-Klasse Ost) aus, da Kuntz zu diesem Zeitpunkt verhindert war. Und der Jung-Ersatz machte seine Sache sehr gut. Mit einer Glanzparade rettete er in der vierten Minute gegen Eppenbrunns durchgebrochenen Jan-Luca Hahn. Innenverteidiger erzielt 20. Tor Hinterweidenthal nutzte dagegen seine ersten beiden Gelegenheiten zu zwei Toren. Nach einem weiten Diagonalpass von Michael Helfrich prallte Eppenbrunns Torwart Nicola Schillings außerhalb seines Fünfmeterraums mit Kim-Dan Schenk zusammen. Schiedsrichter Hirsch erkannte auf Strafstoß – eine harte, aber vertretbare Entscheidung. Der in der Winterpause vom SC Hauenstein gekommene Marius Schäfer verwandelte sicher. Drei Minuten später markierte Schenk, eigentlich Innenverteidiger, aber am Samstag erneut als Angreifer aufgeboten, seinen bereits 20. Saisontreffer. Ein weiter Pass von Daniel Tretter zu Dominic Kessler hebelte die Eppenbrunner Defensive aus. Kessler passte scharf nach innen, und am langen Pfosten hatte Schenk keine große Mühe zu vollenden. „In der Summe hatten wir die besseren Möglichkeiten. In der Defensive hat das Team alle Vorgaben umgesetzt. Kompliment an meine Mannschaft. Das war ein verdienter Erfolg“, bilanzierte Hinterweidenthals Coach Denis Jung erfreut. Rabahi bringt mehr Schwung Jungs Team hätte in der 45. Minute bereits entscheidend davonziehen können. Nach schöner Vorlage von Kessler scheiterte Schäfer fünf Meter vor dem Gästetor am gut reagierenden Schillings. Die Eppenbrunner mussten im defensiven Mittelfeld ohne Robert Turcan auskommen. Der Rumäne weilte in Urlaub in seiner Heimat. „Er hat uns total gefehlt“, bekannte sein Trainer Kupper. Der angeschlagene Mounir Rabahi wurde am Spieltag fitgespritzt und kam in der zweiten Hälfte für „Sechser“ Brian James Madaku. Er brachte erheblich mehr Schwung ins Spiel der nun deutlich engagierteren Eppenbrunner. Als Marvin Hahn nach einem verunglückten Schuss von Dennis Neb nach 53 Minuten aus kurzer Distanz der Anschluss für Eppenbrunn gelang, wankte Hinterweidenthal kurzzeitig. Der agile Kupper setzte sich in der Folge zweimal schön am linken Flügel durch. Seine scharfen Hereingaben fanden allerdings keinen Abnehmer und konnten von der Heimabwehr zweimal in höchster Not geklärt werden (75., 82.). Nach 86 Minuten strich ein sehenswerter Fallrückzieher von Jan-Luca Hahn nur ganz knapp über das Tor der Hausherren. Auf der Gegenseite scheiterte Schäfer nach einem Konter am stark reagierenden Schillings. So spielten sie SV Hinterweidenthal: Kuntz - Becker, Werner, Helfrich, Kaufmann - Kessler (90. Fess), Tretter, Bohrer, Zwick (89. Schweitzer) - Schenk, Schäfer SG Eppenbrunn: Schillings - Eichhorn, Anschütz, Neb, Bogdan - Madaku (46. Rabahi) - Marvin Hahn, Schwindt, Opitz (69. Buchheit) - Kupper, Jan-Luca Hahn Tore: 1:0 Schäfer (10., Foulelfmeter), 2:0 Schenk (13.), 2:1 Marvin Hahn (53.) - Gelbe Karten: Helfrich, Tretter (beide Hinterweidenthal) - Beste Spieler: Kessler, Schenk, Werner - Jan-Luca Hahn, Schwindt - Zuschauer: 250 - Schiedsrichter: Hirsch (Landau).

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