Pirmasens Bettler reich an Toren

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44-mal hat die Busenbergerin Saskia Bettler in der abgelaufenen Saison den Fußball in Punktspielen im Tor des Gegners untergebracht. Damit ist die 19-jährige Stürmerin nicht nur die Torschützenkönigin der Frauen-Landesliga Westpfalz, sondern sie hat von allen Herren und Frauen des Fußballkreises Pirmasens/Zweibrücken die meisten Treffer erzielt, ist somit so etwas wie die Torschützenkaiserin der Südwestpfalz 2013/14. Die Karriere der Abiturientin ist klassisch. Mit ihrem Bruder und Nachbarschaftskindern kickte sie bereits sehr früh. Mit elf Jahren – das war 2006 – streifte sie sich zum ersten Mal ein Trikot ihres Heimatvereins SC Busenberg über. Bereits 2010 debütierte Bettler in der ersten Frauen-Mannschaft des SCB – als Stürmerin. Mit Busenberg stieg sie dreimal in die Verbandsliga auf und zweimal auch wieder ab. Zwischenzeitlich wurde sie auch auf der Sechserposition eingesetzt – ein Beleg für ihre fußballerischen Qualitäten. Zu Beginn der abgelaufenen Saison stellte Trainer Mario Flory allerdings wieder um. Die ebenfalls sehr torgefährliche Lena Loreth rückte aus der Sturmspitze zurück auf die Sechs, und Bettler übernahm die Abteilung Attacke. Ihre Erfahrungen aus vier Jahren Frauenfußball sollten sich auszahlen. „Ich benötige mittlerweile weniger Chancen, um zu meinen Toren zu kommen“, erzählt Bettler. Und weil sie mit 14 eine ausgewachsene Ladehemmung gehabt hatte und mit ihrem rechten Fuß, dem eigentlich starken, nicht mehr getroffen hatte, brachte sie, sich selbst disziplinierend, das Schießen mit links bei. Mittlerweile sei nicht mehr auszumachen, welcher einmal ihr schwächerer Fuß gewesen sei, erzählt Saskia Bettler nicht ohne Stolz, dass das Umlernen erfolgreich war. Inzwischen trifft sie mit links wie mit rechts. Nur Kopfbälle sind nicht ihr „Ding“. Die Topstürmerin des Landesligameisters betont allerdings auch: „Ohne meine Mitspielerinnen wäre ich nie so weit gekommen.“ Insbesondere Lisa Klemm und Jennifer Böshans seien perfekte Mitspielerinnen und Passgeberinnen gewesen. Bettler ist auch keine „Brecherin“, sondern eine eher spielerisch ihre Aufgaben lösende Torjägerin. An eines der 44 Tore erinnert sie sich besonders gern. Es war im Hinspiel gegen den großen Titelkonkurrenten SG Harsberg-Schauerberg. Ihr Team lag 0:1 hinten, als sie eine weite Flanke am Strafraumeck annahm und dabei mit dem Rücken zum Tor stand. Es folgte ein Drehschuss, und der Ball zappelte zum wichtigen 1:1 im Netz. Busenberg gewann 2:1 und holte den Titel. Wenn es die Zeit zulässt, geht Saskia Bettler auch schon mal in ein Fitness-Studio, mit Freunden aus oder ins Schwimmbad. Die Überlegungen der Busenbergerinnen, ob sie überhaupt in die Verbandsliga aufsteigen sollten, endeten in einer gemeinsamen Sitzung. Der Tenor dabei war. Wir gehen auf jeden Fall hoch, denn auch wenn wir verlieren sollten, können wir doch nur lernen.

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