Pirmasens Bessere Elf steht am Ende ohne Lohn da

«ZEISKAM.» Am Ende hingen die Köpfe beim FK Pirmasens II tief unten. Der Frust nach dem 0:1 (0:0) gestern beim neuen Spitzenreiter der Fußball-Verbandsliga, TB Jahn Zeiskam, war überall spürbar. Schließlich waren die Pirmasenser in einem guten Spiel mindestens gleichwertig.
Chancen, die Punkte mit in die Südwestpfalz zu nehmen, gab es jedenfalls genug. Aber mehr als ein Abseitstor von Jan-Luca Hahn, das nicht anerkannt wurde (48.), und ein Lattenkracher nach toller Einzelleistung von Pirmasens’ Bestem, Mauro Martin, war nicht drin. Oft scheiterte der FKP-Nachwuchs knapp mit seinen Abschlüssen oder spielte seine Chancen einfach nicht konsequent zu Ende. Über den Großteil des Spiels wirkte „die Klub“ dem Torerfolg näher als die Gastgeber, die am Ende jubelten, weil sie einen späten und ebenso vermeidbaren wie diskutierten Elfmeter zugesprochen bekamen, den Pascal Thiede sicher links unten gegen Oliver Seitz vollstreckte (87.). Nach dem Schlusspfiff nutze da auch die Anerkennung der Leistung durch Zeiskams Coach Sahin Pita wenig. Der sah Pirmasens als starken Gegner, gegen den er auch gut mit einem Zähler hätte leben können. Für die Pirmasenser sagte Kevin Rose: „Ich denke, wir haben ein super Spiel gemacht, verlieren durch so einen dummen Elfmeter. Wir sind enttäuscht. Oft hat der letzte Ball gefehlt, um dann das Tor zu machen. Wir sind jung und müssen weiter arbeiten.“ Sein Trainer Patrick Fischer nahm sich auch die Unparteiischen zur Brust: „Klar, jeder macht Fehler, aber mich stört generell das überhebliche Auftreten der Schiris. Über den Elfer kann man streiten, aber das gefällt mir nicht.“ Zum Spiel sagte er außerdem: „Wir waren deutlich besser. Ich kann meiner Mannschaft nichts ankreiden. Nur, dass wir das Tor nicht treffen. Wir spielen schön und gut, aber die letzte Entscheidung, um zu noch klareren Chancen zu kommen, war meist nicht gut genug. Daran arbeiten wir. Die anderen Mannschaften sind noch abgezockter.“ So spielten sie FK Pirmasens II: Seitz - Marvin Hahn, Brill, Lorenzo Valentini, Schubert - Jan-Luca Hahn, Drews, Karl (86. Opitz), Martin - Rose (64. Kempf), Eichhorn