Pirmasens Beschwerden über Essen gehen zurück
Im Sommer kam es zu teilweise massiven Beschwerden wegen des Schulessens der Firma Kompa-Care in Pirmasenser Ganztagsschulen und der Contwiger IGS. Die Situation in den Schulmensen hat sich inzwischen entspannt, ist aber noch nicht überall wieder bestens. In der Stadt hakt es noch an einigen Schulen und die IGS hat inzwischen den Vertrag mit Kompa-Care gekündigt.
Bis zu den Sommerferien hatte es mit der Küche des Caterers Kompa-Care keine Probleme gegeben. Das Unternehmen mit Sitz in Villingen-Schwenningen hatte die frühere Krankenhausküche im stillgelegten Evangelischen Krankenhaus in Zweibrücken gemietet und dort gekocht. Dann wurde Kompa-Care der Mietvertrag gekündigt und das Unternehmen musste sich das Essen von einem Partner besorgen. Damit begannen die Probleme (wir berichteten am 13. September). Unter anderem hatte sich die Schulleiterin der Husterhöh-Grundschule, Anne Hammel, massiv wegen der Qualität beklagt. „Bei uns ist es deutlich besser geworden. Das sieht man daran, was die Kinder auf den Tellern lassen. Da bleibt kaum noch was übrig“, erzählt Anne Hammel mittlerweile. Es gebe wieder mehr Gemüse und die Auswahl sei besser. „Es ist so, wie es sein sollte.“ Die Schulleiterin vermisst jedoch, dass ein Vertreter von Kompa-Care sich bei der Schule mal erkundigt hätte, woran es hapert. „Da hätte mal einer Rede und Antwort stehen können“, sagt Hammel. „Bisher konnten bedauerlicherweise noch nicht alle Schulen vollumfänglich zufrieden gestellt werden“, ist von der Pressestelle der Stadtverwaltung zu hören. Deren Sprecherin Talea Meenken verweist auf ein weiteres Gespräch mit Kompa-Care Ende November zum Thema Schulessen. Nach den Beschwerden im Sommer habe das Unternehmen zugesichert, dass Mitarbeiter aus dem Qualitätsmanagement vor Ort in den Schulen sein würden, um Verbesserungspotenziale umzusetzen. Außerdem sei aktuell geplant, alle Schulen Anfang Dezember zu einem runden Tisch einzuladen, um die Zufriedenheit abzufragen, so Meenken weiter. Probleme gab es weiterhin an der Integrierten Gesamtschule (IGS) in Contwig. Häufig seien die Speisen zu kalt oder zu heiß und bestellte Mengen würden nicht vollständig geliefert, teilte Kreisverwaltungssprecher Thorsten Höh mit. In einem Fall sei das Essen anderthalb Stunden zu spät geliefert worden. Auch an der Qualität hapere es und die Schulgemeinschaft beklage sich, dass es nicht schmecke. „Andere von der Firma Kompa-Care belieferte Schulen zeichnen ein nicht ganz so dramatisches Bild, wie dies in Contwig der Fall ist“, erklärt Höh. Dies hänge aber vielleicht auch damit zusammen, dass die IGS in Contwig mit Abstand die meisten Schüler zu verköstigen habe. Durchschnittlich seien es rund 200 Schüler, die dort mittags speisen. Die IGS hat inzwischen den Vertrag mit Kompa-Care gekündigt und wird vom ASB aus Zweibrücken beliefert, wie die Kreisverwaltung gestern mitteilte. „Seit dem 15. Oktober werden die Mahlzeiten wieder direkt aus Zweibrücken geliefert“, war von Kompa-Care-Geschäftsführer Peter Schrenk zu erfahren. Bei Kompa-Care sei die Zahl der Beschwerden deutlich zurück gegangen. Schrenk versichert, dass sich sein Unternehmen umgehend und umfassend um neue Beschwerden kümmere, sofern diese gemeldet würden. „Generell ist die Situation aber schon jetzt erheblich besser und wir arbeiten ständig an einer weiteren Optimierung“, sagt Schrenk.