Pirmasens Benefizkonzert mit Spontanband
Der Benefizkonzert-Auftakt am Donnerstagabend zum Musiksommer im Neufferpark lief keineswegs wunschgemäß. Trotz Regen, relativ kühler Temperaturen und dem kurzfristig zu organisierendem musikalischen Ersatzprogramm ließ sich das Veranstalter-Ehepaar Tobias und Rebecca Dexheimer die Laune nicht verderben. Das Benefizkonzert für Kinderprojekte im Winzler Viertel wurde von den beidem mit ihrem Team kompetent durchgezogen. Immerhin pilgerten hundert Besucher in den großen Biergarten des idyllischen Neufferparks.
Die Besucher bereuten ihr Kommen keineswegs, denn als Alternative für die krankheitsbedingt ausgefallene Band Manuel Bastian & Friends formierten sich die Second-Gen-Musiker Marco Alexander (Bass) und Sebastian Müller (Gitarre) zusammen mit Alexander Kraus (Gitarre) und Sängerin Sandra Kraus (beide von Crazy 5) zu einem spielfreudigen Quartett mit abwechslungsreichem Programm. Zudem wurde ab dem zweiten Konzertteil spontan die stimmgewaltige Steffi Empel (Jan-Luca Ernst & Band) als Gastsängerin auf die Bühne gebeten. Das Front-Lady-Tandem Kraus/Empel harmonierte bei etlichen Duetts wie „Knocking on Heavens Doors“ (Bob Dylan) und „Tennessee Whiskey“ (Chris Stapleton) erstaunlich gut.
Glücklicher Zufall
„Durch Bekannte, die Tobis Facebook-Post sahen, wurden wir darauf aufmerksam gemacht das für heute Abend eine Ersatzband gesucht wird. Da unser Schlagzeuger verhindert ist, dachten wir direkt an die befreundete Band Crazy 5, von denen dann auch nur zwei Musiker Zeit hatten. So schlossen wir uns zu diesem Quartett zusammen und erstellten spontan ein dreiteiliges Programm“, erzählte Gitarrist Sebastian Müller dieser Zeitung.
Mit Deutschrock-Klassikern wie „Tagen wie diese“ (Die Toten Hosen), „Schickeria“ (Spider Murphy Gang) brachte die temporär auf Quintett-Größe aufgestockte Band durchaus Stimmung ins spärliche auf textsichere Publikum, das dem Regen trotzte und die Refrains der Hits lautstark mitsang.
Als eindrucksvoll müssen die dynamisch-ausdrucksstarken Interpretation von Sandra Kraus bei „Cotton Fields“ (Creedence Clearwater Revival) sowie Empels Vortrag bei „Sex on Fire“ (Kings of Leon) beschrieben werden, auch der Backgroundgesang der Instrumentalisten kam durchweg gut rüber. Und dies, ohne ein einziges Mal zusammen geprobt zu haben. Es gab nur einen kurzen Soundcheck kurz vorm Konzert. Respekt! Die Einnahmen durch Spenden wurden von den Dexheimers auf 1000 Euro aufgestockt.