Pirmasens Belznickelmarkt: Regen trübt Stimmung
Nach 23 Tagen auf dem unteren Schlossplatz hat der Belznickelmarkt vergangenen Samstag seinen Abschluss gefunden. Der kleine, gemütliche Weihnachtsmarkt mit dem Blick auf das Alte Rathaus kam in diesem Jahr allerdings weniger gut an als sonst. Insgesamt war er fünf Tage kürzer als im vergangenen Jahr und aufgrund vieler Regentage weniger stark frequentiert, berichten die Beschicker, von denen sich dieses Mal nur wenige vollauf zufrieden zeigten.
Erik Christ aus Lemberg, der auf dem Belznickelmarkt verschiedene Getränke und Glühweinspezialitäten anbot, zeigte sich zum Abschluss des traditionellen Weihnachtsmarktes relativ entspannt. „Wir hatten dieses Jahr kein Glück mit dem Wetter, allerdings sind wir trotzdem zufrieden. Die Freitage und Adventssamstage, wo man in der Stadt kostenlos parken konnte, haben vieles aufgefangen. Sie waren insgesamt noch ganz gut besucht“, berichtete Christ, dessen Vater schon auf dem Pirmasenser Belznickelmarkt verschiedene Heißgetränke zur kalten Jahreszeit angeboten hat. Seit Jahren schon kommt auch er mit seinem Team her und weiß das Pirmasenser Publikum zu schätzen. „Wir machen eigentlich immer einen guten Umsatz“, sagte er. Weniger zufrieden zeigte sich hingegen Angelika Wilken aus Ramstein, die mit ihren Nordseespezialitäten ein gern gesehener Gast auf dem Belznickelmarkt ist. Bei Sturm und Regen stand sie am vergangenen Wochenende in ihrem Büdchen und wartete auf Kundschaft. „Dieses Jahr war es sehr durchwachsen. Wir hatten viele Regentage und leider konnten wir nicht so lange stehen bleiben wie sonst. Wenn es mal nicht geregnet hat, waren zwar einige Besucher da, dennoch hätte auch sonst mehr los sein können“, meinte Wilken, die sich zudem mehr Programm auf der Bühne des Marktes wünscht. „Vielleicht würde mehr Programm unter der Woche uns mehr Besucher bescheren, allerdings waren musikalische und andere Beiträge aufs Wochenende reduziert. Das finde ich schade“, sagte sie. Glühwein, Dampfnudeln und Pizza bot der Pirmasenser Catering-Service „V-Zeit“. Auch Mitarbeiter Benjamin Traxel zeigte sich vom Wetter wenig begeistert. „Schade, dass es so viel geregnet hat. Die Leute hatten schon Lust auf den Markt und wenn es trocken war, sind sie auch gekommen. Aber am Wetter kann man eben nichts machen“, zog er Bilanz. Etwas demotiviert zeigte sich zum Abschluss des Belznickelmarktes Paolo Volpe aus Saarlouis, der den Markt regelmäßig mit seiner Crêperie besucht. „Für mich lief es leider ganz schlecht in diesem Jahr. Das liegt auch an der verkürzten Standzeit. Ich habe beim Stadtmarketing gefragt, ob wir nicht so lange wie sonst stehen bleiben können, aber da war nichts zu machen. Hinzu kommt das schlechte Wetter“, berichtete er und wünschte sich, ähnlich wie Angelika Wilken, mehr Musikprogramm auf der Bühne. „Das wäre mit Sicherheit ein weiterer guter Grund, auch unter der Woche, den Markt zu besuchen“, sagte Volpe. Mit einem Waffelstand und einem Kinderkarussell kam wieder Schausteller Mario Christ auf den Belznickelmarkt - und war trotz Regen und Wind am letzten Wochenende als einer der wenigen positiv gestimmt: „Wir können nicht klagen“, sagte er, „zwar waren die Adventssamstage aufgrund der Wetterlage nicht so gut wie sonst, aber trotzdem kommen wir gerne wieder“, meinte er.