Fussball RHEINPFALZ Plus Artikel Bei Hauenstein und Hermersberg sitzen zwei Freunde auf der Trainerbank

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Die Trainer der Fußball-Landesligisten SC Hauenstein und SV Hermersberg, Niklas Kupper und Jens Mayer, sind gute Freunde. Am Freitagabend allerdings will der eine den anderen bezwingen. Um 19 Uhr ist Anstoß zum Spitzenspiel im Hauensteiner Stadion am Neding.

Vor fünf Jahren spielten Kupper und Mayer gemeinsam für den SV Steinwenden – bis beide den Verein wegen interner Differenzen wieder verließen. „Wir kannten uns bereits vorher, aber seit der Zeit sind wir befreundet“, erzählt Mayer. Auch in der Woche vor der Begegnung haben sich die beiden schon ausgetauscht.

Auch sonst gibt es zwischen beiden Teams einige Querverbindungen. Hermersbergs Torjäger Florian Weber stand in Hauenstein zu Oberliga-Zeiten unter Vertrag, Hauensteins Co-Trainer Philipp Weishaar ist mit der Tochter von Hermersbergs Spielleiter Klaus Dahler liiert, und SCH-Leistungsträger Kai Schacker war früher für Hermersberg am Ball.

Hermersberg ist noch aus der Vorsaison gewarnt

Der SVH liegt aktuell mit 13 Zählern hinter dem punktgleichen Spitzenreiter TSC Zweibrücken auf Rang zwei, hat aber ein Spiel weniger ausgetragen. Hauenstein lauert mit einem Punkt weniger und einem Spiel mehr einen Rang hinter Hermersberg. „Ich habe bereits vor der Runde gesagt, dass ich Hauenstein unter den ersten vier in der Tabelle erwarte“, sagt Mayer. Der Sportclub besitze einen guten Mix aus jungen und erfahrenen Spielern, könne „an einem guten Tag jeden Gegner schlagen“.

Dabei denkt Mayer auch an die vergangene Saison zurück. Als Ende Oktober der Spielbetrieb wegen der Corona-Pandemie eingestellt wurde, lag Hermersberg auf Platz eins. Die Bilanz damals: fünf Siege und eine 1:3-Niederlage gegen Hauenstein. Mayer: „Wir sind gewarnt, wissen aber auch, was wir können. Durch die Ergebnisse der letzten Wochen ist unser Selbstvertrauen weiter gewachsen.“

Dass Mayers Kumpel Kupper wie bei besagtem 1:3 trifft, wird wohl nicht passieren. Hauensteins Spielertrainer brach sich vor drei Wochen das Kahnbein an der rechten Hand und wird noch einige Zeit ausfallen. „Ich spiele am Freitag nicht. Ich habe zwar keine Schmerzen und musste mich auch nicht operieren lassen. Aber ich werde nichts riskieren, auch nicht mit Bandage, da die Verletzung noch nicht verheilt ist“, sagt Kupper, der aktuell auch nicht arbeiten kann.

Kupper kann selbst noch nicht wieder spielen

SCH-Torhüter Kevin Jung dagegen ist nach seiner Schulterverletzung wieder fit. Ob der oberligaerfahrene Jung oder wie zuletzt der junge Hendrik Gräfe das Tor hütet, entscheide sich, so Kupper, nach dem Abschlusstraining. Ansonsten fallen beim Gastgeber die Langzeitverletzten Sebastian Busch und Tim Scherer, Yannick Roth (Faserriss) und Nils Andelfinger (Knorpelschaden) aus. „Trotzdem sind die letzten beiden Spiele gut gelaufen. Das haben die Jungs wirklich sehr gut gemacht“, lobt Kupper. Zum Topspiel merkt er an: „Hermersberg verfügt in der Liga mit Abstand über den besten Kader und spielt bisher den besten Fußball. Zudem ist die Mannschaft topfit. Da hat Jens super Arbeit abgeliefert.“ Nachdem sein Team zuletzt zwei Pflichtaufgaben erledigt habe, könne es gegen Hermersberg frei aufspielen. Hauptziel sei es für Hauenstein, die Aufstiegsrunde zu erreichen.

Bei Hermersberg steht der Einsatz von Innenverteidiger Marius Dausmann (Bänderanriss am Knöchel) noch auf der Kippe. Sollte er ausfallen, wird er wohl wie schon gegen Eppenbrunn von Jonas Simon vertreten. Kapitän Pascal Masch war unter der Woche mit der Auswahl der deutschen Bundeswehr unterwegs, sollte aber am Freitag zur Verfügung stehen.

WEITERE LANDESLIGASPIELE

Die ersten vier Teams der Süd-Staffel der Landesliga erreichen die Aufstiegsrunde, und auf diesem vierten Platz liegen aktuell die Sportfreunde Bundenthal mit zehn Punkten aus sechs Partien. Am Samstag, 16 Uhr, erwartet das Team um Ex-Bundesligaprofi Sebastian Reinert die SG Eppenbrunn, die in fünf Partien nur vier Punkte gesammelt hat. Der SV Hinterweidenthal (sechs Punkte) erwartet am Sonntag, 15.30 Uhr, Schlusslicht FC Fehrbach (2).

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