Pirmasens
Auto leihen statt kaufen: Stadt bereitet Carsharing vor
Laut der Antwort der Stadtverwaltung auf eine Anfrage des FDP-Ratsmitglieds Steven Wink arbeitet das Troisdorfer Büro Ecolibro an einer Bedarfsanalyse. Das Büro soll in nächster Zeit Workshops anbieten, um den Bedarf an Carsharing-Autos über die Verwaltung hinaus zu ermitteln.
Bei Carsharing kauft sich der Autofahrer kein Auto, sondern er leiht es sich stunden- oder tageweise bei einem Anbieter in seiner Stadt aus. Die Wagen stehen für Vertragspartner an bestimmten Standorten permanent zur Abfahrt bereit. Der Vorteil für den Fahrer sind geringere Kosten im Vergleich zum Kauf eines Wagens. Die Umwelt profitiert durch die optimale Nutzung eines Wagens, außerdem stehen dann weniger Autos in der Stadt herum.
Auch Krankenkassen und Firmen sollen einsteigen
Die Stadtverwaltung will zusammen mit anderen Interessenten einen Grundstock an Nutzern für ein Carsharing-Angebot stellen. Im Gespräch sind Krankenkassen, Sparkasse und andere größere Unternehmen, die ihre Dienstautos dann über Carsharing nutzen könnten, statt sich eigene Fahrzeuge anzuschaffen.
„Aktuell befinden wir uns noch zu Beginn des Projekts“, erläutert Michael Noll, Verkehrsplaner bei der Stadtverwaltung, auf die Frage Winks zum Sachstand des Carsharings in Pirmasens. Die Verwaltung übermittele die Nutzungsdaten von privaten und Dienstfahrzeugen an Ecolibro als Grundlage für deren Analysen. Die Workshops werden wohl als Videokonferenz angeboten.
Bahnhof als möglicher Standort
Die Stellplätze der Carsharing-Fahrzeuge stehen noch nicht fest. Auch was es für Autos sein werden, ist noch offen. Klar ist laut Noll, dass die Fahrzeuge an zentralen Verknüpfungspunkten stehen sollen, wie dem Hauptbahnhof. Dort könnten Reisende nach der Ankunft mit dem Zug bequem in ihr geliehenes Auto steigen, das sie dann später wieder am Bahnhof abgegeben könnten.
Das Unternehmen Ecolibro in Troisdorf betreut nach eigenen Angaben bereits Carsharing-Projekte im Landkreis Bayreuth und Fürstenfeldbruck. Darüber hinaus kümmert sich die Firma noch um Mobilitätsmanagement für Kommunen, Ladeinfrastruktur für E-Fahrzeuge und allgemein um „strategische sowie operative Mobilitätsberatung“.