Pirmasens RHEINPFALZ Plus Artikel Ausstellung in der Lutherkirche eröffnet

Szene der Ausstellungseröffnung: Sohn Jochen Hoffmann bei der Begrüßung, links Dekan Ralph Krieger, hinten rechts Pfarrer Wolfdi
Szene der Ausstellungseröffnung: Sohn Jochen Hoffmann bei der Begrüßung, links Dekan Ralph Krieger, hinten rechts Pfarrer Wolfdietrich Rasp.

Eine Ausstellung mit Bildern aus dem Nachlass der Pirmasenser Künstlerin Dorothea Hoffmann-Eder wurde am Freitagabend in der Lutherkirche eröffnet.

Die Ausstellung, die bis 27. Juli 2022 zu sehen ist, entstand in enger Zusammenarbeit von Pfarrer Wolfdietrich Rasp mit den beiden Söhnen der Anfang des Jahres verstorbenen Künstlerin. Sie umfasst lediglich einen kleinen Teil des Nachlasses, zeigt aber dennoch ihr umfangreiches künstlerisches Schaffen von Ölgemälden über Aquarell bis hin zu Grafik.

Sohn Jochen sprach einleitende Worte, gefolgt von Künstler Matthias Strugalla, der die Laudatio übernommen hatte, musikalisch umrahmt von Stefan Schöner am Klavier. Auch Dekan Ralph Krieger sprach einleitende Worte mit einem Zitat von Picasso: „Kunst wäscht den Staub des Alltags von der Seele.“

Mait wachem Blick unterwegs

Matthias Strugalla begrüßte auch in diesem Sinne die Öffnung der Kirche für Kunst, Kultur und auch die Musik als verstärkte Zuwendung zu den Menschen. „Kunst wird von Menschen gemacht, sie trägt zur Identitätsfindung der Künstler bei, zur Auseinandersetzung mit sich selbst, mit der Umwelt und den Mitmenschen“.

Dorothea Hoffmann-Eder wurde in der Zeit des Nationalsozialismus’ geboren, hat Zerstörung und später auch das Wirtschaftswunder erlebt. So blieben ihre Bilder wohl auch immer figürlich geprägt. Vielleicht auch aus dem Wunsch nach Frieden und Harmonie. Sie war zeitlebens mit wachem Blick und spitzem Bleistift unterwegs, fing Motive im Rahmen von Stillleben ein, Landschaften des Pfälzerwaldes oder auch Eindrücke von ihren Reisen.

Ihr „Handwerk“ gelernt

Hoffmann-Eder malte ihre Welt. Dabei variierte sie sowohl ihre Techniken wie auch die Motive. Dass sie das künstlerische „Handwerk“ gelernt hat, ist ihren Bildern anzusehen. Matthias Strugalla erläuterte eine unverkennbare Orientierung am Werk Paul Cezannes und lobte ihren vitalen Umgang mit Pinsel und Spachtel sowie den gekonnten Umgang mit Bildkompositionen.

Dorothea Hoffmann besuchte 1950 bereits die Akademie der bildenden Künste, erlernte Naturzeichnen sowie auch Modegrafik und Aktzeichnen. In den 70er Jahren nahm sie an der Sommerakademie in Trier teil, später malte sie in der Provence bei Frank Hempel sowie bei Heinz Brzoska in Rhodt und Elmstein, machte Studienreisen in die Toskana und Provence. Ihre Bilder wurden seinerzeit in Pirmasens, Ulm, Dahn, Kröppen, Kaiserslautern und Trier ausgestellt.

Ausstellung

Die Öffnungszeiten der Ausstellung sind während der „Offenen Kirche“ an Werktagen von 11 bis 13 Uhr und nach Absprache mit Pfarrer Wolfdietrich Rasp, 0160 9307 4237.

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