Pirmasens
Ausbau der Trifelsstraße in Gersbach beginnt kommende Woche
Kommende Woche beginnen in der Trifelsstraße in Gersbach die Arbeiten an der Wasserleitung, informierte Heinz Klages vom gleichnamigen Ingenieurbüro aus Waldfischbach-Burgalben am Mittwoch in der gut besuchten Anliegerversammlung im Gersbacher Sportheim.
Jörg Groß, Abteilungsleiter Straßenbau bei der Stadt, erläuterte, die Erneuerung der Wasserleitungen bis zum Haus erfolge in einem kleinen Graben, so dass hierzu noch keine Vollsperrung nötig sei. „Im Winter ist die Straße nutzbar“, betonte Groß. In diesem Jahr werde nur die Hauptleitung erneuert, die Zuleitungen erst im kommenden Jahr.
Laut Klages soll zwischen Mai und Oktober kommenden Jahres die rund 165 Meter lange Straße zwischen Christian-Müller- und Kurpfalzstraße komplett erneuert werden. Die Arbeiten beginnen an der Christian-Müller-Straße und dauern voraussichtlich 25 Wochen. Die Ausschreibung für diese Arbeiten erfolge im kommenden Frühjahr.
Die Straße ist in einem „katastrophalen Zustand“
Fahrbahn und Gehwege in der Trifelsstraße seien in einem „katastrophalen Zustand“. Es müsse ein „vollflächiger Bodenaustausch“ erfolgen und die Fläche „vor Wasserzutritt geschützt werden“, sagte der Ingenieur. Das Regenwasser werde von den Grundstücken weg zur Straße hin geleitet. Die 1,5 Meter breiten Gehwege werden gepflastert und haben ein Gefälle von einem Prozent. Bordsteine gibt es keine. Es erfolgt ein niveaugleicher Ausbau zwischen Fahr- und Gehwegen. Damit vermeide man Stolperkanten und es sei billiger. Die Wasserleitungen würden zum Gehwegrand hin verschoben, und zwar auf der Seite mit den geraden Haus-Nummern. Außerdem werden fünf moderne LED-Leuchten „Luma Mini“ installiert, die nicht nach hinten in die Häuser strahlen.
Ab 17 Uhr können die Bürger ihre Häuser anfahren
Jörg Groß erläuterte: Während der Arbeiten müsse die schmale Straße vollgesperrt werden. Zu Fuß seien die dortigen Häuser aber immer zu erreichen. Und nach Bauende um 16/17 Uhr könnten die Anlieger auch bis vor ihr Haus fahren. Für Rettungs-Fahrzeuge sei die Zufahrt immer möglich. Wenn ein Anlieger auf Pflegedienste angewiesen sei, solle er die Baufirma informieren, bat Groß. Die Mülltonnen sollten am Tag der Leerung an der Grundstückgrenze bereitgestellt werden, die Bauarbeiter würden sie dann zur Sammelstelle fahren. Gegebenenfalls solle man sein Gefäß mit der Hausnummer kennzeichnen, wenn man nach der Leerung dasselbe wieder haben möchte.
Die Stromleitungen bedürfen keiner Erneuerung, sagte Groß. Die Telekom sei angeschrieben worden. Aber ob diese irgendwelche Arbeiten vornehmen wolle, wisse man noch nicht. Bürgermeister Michael Maas wies darauf hin, dass Gersbach durch die Firma Tegro mit leistungsstarkem Internet bis 100 Mbit versorgt ist. Die Telekom werde daher das Internet in Gersbach nicht ausbauen.
Bezahlt wird der Ausbau durch wiederkehrende Beiträge
Bürgermeister Maas betonte, die Kosten des Straßenausbaus werden über das System der wiederkehrenden Beiträge bezahlt, bei dem die Grundstücksbesitzer jedes Jahr in einen Topf einzahlen. In Gersbach seien noch viele Straßen auszubauen. Bis 2001 habe der damals geltende Einmal-Beitrag den Straßenausbau verhindert, blickte Maas zurück.
Laut der städtischen Pressestelle werden die Gesamtkosten der Ausbaumaßnahme auf 680.000 Euro geschätzt. Davon entfallen 560.000 Euro auf den eigentlichen Straßenbau. Die mit 120.000 Euro veranschlagten Kosten der Kanalsanierung würden über den Sonderhaushalt Abwasserbeseitigung finanziert. Rund 100.000 Euro investieren die Stadtwerke in die Erneuerung der Wasserleitung und der Hausanschlüsse.