Pirmasens RHEINPFALZ Plus Artikel Aus WC-Anlage wird offene Lernebene

Die frühere Toilettenanlage im G-Bau der Berufsbildenden Schule Pirmasens wird für 1,15 Millionen Euro in eine offene Lernebene
Die frühere Toilettenanlage im G-Bau der Berufsbildenden Schule Pirmasens wird für 1,15 Millionen Euro in eine offene Lernebene umgebaut.

In ein modernes Lernkonzept investiert die Stadt in der Berufsbildenden Schule in der Adlerstraße: 1,15 Millionen Euro kostet der dafür notwendige Umbau des G-Gebäudes.

Realisiert wird die Lernebene im Bau G der Berufsbildenden Schule, der bislang eine große WC-Anlage für Schüler und Lehrer beherbergt hat. Diese wird allerdings inzwischen nicht mehr genutzt, weil im Gegensatz zur ursprünglichen Planung der Generalsanierung im schon modernisierten Gebäude A eine Toilettenanlage für Schüler und Lehrer realisiert wurde. Damit wird keine zentrale WC-Anlage mehr gebraucht, sodass auch die Sanierung der Toiletten im G-Gebäude entfällt.

Der an zentraler Stelle auf dem Schulgelände gelegene G-Bau wird in den nächsten beiden Jahren die offene Lernebene umgewandelt. Dafür werden in dem Gebäude offene Räume geschaffen, die jederzeit flexibel und bedarfsorientiert umgestaltet werden können. Durch flexible Sitzmöglichkeiten und unterschiedliche Lernstationen sollen Teamarbeit und kreative Arbeitsweisen gefördert werden. Denn hinter dem Begriff der offenen Lernebene verbirgt sich die Idee, den Schülern die Möglichkeit zu geben, in einer inspirierenden Atmosphäre zu lernen, zu arbeiten, sich auszutauschen und in sogenannten Input-Zonen sich von Lehrern Lerninhalte erklären zu lassen.

Bis Herbst 2027 soll das Projekt fertiggestellt sein

Zur mit der Schulleitung abgestimmten Neugestaltung des G-Baus gehört die Öffnung der Fassade durch große Fenster- und Glasflächen, auch ist ein kleiner Sanitärbereich vorgesehen. Fassade und Dach müssen energetisch erneuert werden, alle technischen Anlagen und Installationen modernisiert werden.

Die Stadt lässt sich die Lernebene 1,15 Millionen Euro kosten, in denen auch die Arbeiten für die Außenanlage und die Raumausstattung enthalten ist. Kosten in Höhe von 1,09 Millionen Euro (ohne Außenanlage und Ausstattung) wurden bei der Landesregierung für das regionale Zukunftsprogramm „Regional. Zukunft. Nachhaltig.“ angemeldet, sodass dieses Schulprojekt fast zu 100 Prozent gefördert wird.

Nachdem der Hauptausschuss in seiner jüngsten Sitzung einstimmig Planung und Finanzierung gebilligt und der Stadtspitze eine Vergabeermächtigung erteilt hat, werden in den nächsten Wochen die Planungsleistungen vergeben. Anfang kommenden Jahres soll die Planung starten, mit ersten Ausschreibungen von Bauleistungen rechnet Bürgermeister und Baudezernent Michael Maas für Spätsommer 2026. Im Herbst 2027 soll die offene Lernebene fertig sein.

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