Pirmasens Aus Café Grieve wird „Josh’s EssCoBar“

Nach zehn Jahren verabschiedet sich das Café Grieve am 26. April vom Medicenter, im Mai geht es nach einwöchiger Pause mit "Josh
Nach zehn Jahren verabschiedet sich das Café Grieve am 26. April vom Medicenter, im Mai geht es nach einwöchiger Pause mit »Josh’s EssCoBar« weiter.

Nach zehn Jahren verabschieden sich Marion und Hans-Peter Grieve von ihrem Café im Medicenter. Nachfolger Joshua Fuhrmann plant eine Mischung aus Café, Bistro und Bar.

Nach zehn Jahren nehmen Marion und Hans-Peter Grieve Abschied vom Medicenter: Die Mieter der ersten Stunde übergeben Ende April ihr Café an Joshua Fuhrmann. Die Entscheidung, jetzt einen Schlussstrich zu ziehen, haben beide bewusst getroffen, auch wenn viel Wehmut aufkommt. „Es ist ein Projekt, das uns viel Spaß gemacht hat – bis Corona gekommen ist“, blickt Hans-Peter Grieve zurück. Begonnen hat das Ehepaar mit einer Mischung aus Optiker-Geschäft und Café-Betrieb, beides hatte sich schon nach kurzer Zeit etabliert. Allerdings musste der Optiker-Bereich dann schließen. Der Grund: Fachkräftemangel. Für zwei Standorte – Grieves betreiben in der Bahnhofstraße noch ein Optiker-Geschäft – war auf Dauer kein Fachpersonal zu bekommen.

So ging es alleine mit dem Café weiter im Medicenter, mit größerer Fläche für die Gäste. Bis Corona kam – die Pandemie setzte wie in allen gastronomischen Betrieben auch dem Café zu. Hans-Peter Grieve redet Klartext: „Wir hatten zum Glück das Optiker-Geschäft als zweites Standbein, sonst hätten wir die Corona-Krise vielleicht nicht überlebt.“ Während Optiker systemrelevant waren, musste das Café Wochen und Monate schließen, viele Kosten aber blieben, eine wirtschaftliche Katastrophe. Es hat nun wieder zwei, drei Jahre gedauert, bis die letzten pandemie-bedingten Probleme geglättet waren. Und genau zu diesem Zeitpunkt hat sich die Frage gestellt: Weitermachen oder einen Schlussstrich ziehen? Die Entscheidung ist für den Abschied vom Café gefallen, der Marion Grieve aber nicht ganz leichtfällt: „Es sind in diesen zehn Jahren viele Bekanntschaften und Freundschaften geschlossen worden.“ Und gerade, weil das Café quasi ihr Kind ist, freut sie sich aber auch, dass es eine Zukunft hat – mit neuem Eigentümer.

Nachfolger wird auch sonntags öffnen

Als Grieves Abschiedspläne publik wurden, kam über das Medicenter der Kontakt zu Fuhrmann zustande, der selbst aus der Gastronomie kommt. Aktuell arbeitet er noch als Hotelfachmann auf dem Ständenhof, wo er auch seine Ausbildung abgeschlossen hat, nebenbei betreibt er einen Event- und Veranstaltungsservice. Der 25-Jährige ist gleichzeitig gelernter Hauswirtschafter. Auch nach dem Eigentümerwechsel bleibt das Café der Kern, Fuhrmann will darum herum mit „Josh’s EssCoBar“ einen Treffpunkt für Jung und Alt aufbauen. Schließlich sei das Café Grieve schon jetzt mehr als ein klassisches Kaffeehaus, in dem auch Tagesessen angeboten wird – was auch so bleiben soll. Übrigens, auch beim Personal ändert sich nichts, es wird komplett übernommen.

Wiederbeleben will Fuhrmann die Themenabende, die es im Café Grieve nach der Corona-Phase schon einmal gegeben hat. Am ersten Freitag und Samstag im Monat sollen die Aktionsabende stattfinden. Und noch eine Neuerung kündigt der künftige Gastronom an: „Ich will sieben Tage in der Woche öffnen, also auch am Sonntag.“ Die künftigen Öffnungszeiten sind unter der Woche von 8.30 bis 18 Uhr, samstags und sonntags von 9 bis 17 Uhr.

Am 26. April letztmals als Café Grieve geöffnet

Letztmals unter der Leitung von Marion und Hans-Peter Grieve hat das Café am Samstag, 26. April, geöffnet, danach gibt es eine einwöchige Pause für Umbau, für 3. Mai ist die Neueröffnung geplant. Fuhrmann ist dankbar für die gute Kooperation mit den Grieves, die ihm zur Seite stehen. Aber was machen sie nach dem 26. April? Sie konzentrieren sich auf ihr Optiker-Geschäft, Marion Grieve wird in der Bahnhofstraße ihrem Mann zur Seite stehen – und sich auch ein wenig mehr Zeit nehmen für ihr Enkel.

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