Fußball
Aufstiegsspiel des SC Hauenstein: Gegner mit alten Bekannten
Daniel Geiger (34) war von 2010 bis 2016 für Hauenstein in der Oberliga am Ball. Zusammen mit Kevin Apfel (32, von 2011 bis 2013 ebenfalls beim SCH) ist der bei der VR-Bank in Landau arbeitende Geiger seit zwei Jahren gleichberechtigter Spielertrainer des SV Büchelberg. Eine Hauensteiner Vergangenheit hat auch Kazuaki Nishinaka (31). Der Japaner spielte 2016 und 2017 für den Sportclub. 2021 wechselte er vom TuS Mechtersheim nach Büchelberg. „Kazuaki ist im Mittelfeld unser Dreh- und Angelpunkt“, lobt Geiger.
Geigers Urteil
Am Mittwoch der vergangenen Woche weilte eine Büchelberger Delegation beim Nachholspiel der Hauensteiner gegen Hüffelsheim (4:1). „Wir kennen Hauenstein aus diversen Testspielen ganz gut. Wir wollten uns aber vor Ort einen aktuellen Überblick verschaffen“, sagt Geiger, der mit Trainerkollege Apfel, Kapitän Gianluca Calabrese und Büchelbergs Sportvorstand angereist war. Geigers Urteil: „Hauenstein verfügt über ein junges, physisch starkes Team. Da können alle 90 Minuten und mehr marschieren. Die beiden Stürmer haben sehr hohes Tempo. Und hinten in der Kette ist Christof Seibel natürlich sehr stark.“ Mit Seibel hat Geiger noch zwei Jahre beim SCH zusammengespielt.
Obwohl der frühere Oberligaspieler bei seinem Team leichte Vorteile in puncto Erfahrung sieht, gibt es seiner Meinung nach keinen eindeutigen Favoriten. Beide Mannschaften haben in der abgelaufenen Runde 66 Punkte geholt. Auch das Torverhältnis ist sehr ähnlich. „Das wird ein sehr enges Duell, in dem möglicherweise drei Spiele nötig sind, bis ein Sieger feststeht“, prophezeit Geiger, der selbst meist als Sechser, aber auch mal als Mitglied der Abwehrkette aufläuft. Büchelberg müsse nicht, wolle aber gern aufsteigen. Vorige Saison wurde das Team aus dem Bienwald Dritter. Geiger: „Das wollten wir verbessern, und das ist auch gelungen. Wir sind mit der Runde sehr zufrieden. Aber wenn man so weit gekommen ist, will man auch aufsteigen.“ Nicht nur sportlich, auch in der Infrastruktur sei der Verein kontinuierlich gewachsen. Ein Verbandsliga-Aufstieg wäre der nächste Schritt.
Perfekter Abschied?
Für Hauensteins Spielertrainer Niklas Kupper, der nächste Runde Palatia Contwig coacht, wäre ein Aufstieg „der perfekte Abschied“. 2019 stieg der Sportclub, damals als Tabellenletzter, aus der Verbandsliga ab. Eine Rückkehr nach fünf Jahren wäre toll, „aber wir stehen nicht unter dem Druck, aufsteigen zu müssen“, betont Kupper. „Wir haben auf alle Fälle eine sehr gute Saison gespielt, was sicher nicht alle erwartet haben.“
Co-Trainer Philipp Weishaar und SCH-Kapitän Christof Seibel, die in der kommenden Saison als Cheftrainer (Weishaar) und Co-Spielertrainer (Seibel) in der Verantwortung stehen, haben Büchelberg vor zwei Wochen beim Sieg im Spitzenspiel gegen den späteren Meister Bodenheim unter die Lupe genommen. „Das ist eine sehr gute Mannschaft, die vor allem im Offensivbereich ihre Stärken hat und den Gegner hoch anläuft“, sagt Kupper. Ob seine Mannschaft deswegen am Freitag zunächst etwas tiefer steht oder den Gegner ebenfalls ganz vorne unter Druck setzt, sei noch nicht entschieden.
Stanjek wieder fit
SCH-Routinier Sebastian Stanjek, einst gemeinsam mit Geiger im Hauensteiner Oberligateam, ist nach Nasenbeinbruch und Erkrankung am Freitagabend ebenso einsatzbereit wie Mittelfeld-Antreiber Maximilian Seibel, der im Nachholspiel gegen Hüffelsheim nach einem „Pferdekuss“ ausgewechselt werden musste. Anders sieht es bei Innenverteidiger Jan Keiser aus, der nach seiner Erkrankung laut Kupper höchstens für 15 Minuten spielbereit ist.
Büchelbergs Coach Geiger erwartet am Freitagabend „800 bis 1000 Zuschauer“. Etliche Hauensteiner Fußballer haben noch nicht vor einer solch großen Kulisse gespielt. Kupper: „Das wird für die Jungs ein tolles Erlebnis. Ich hoffe, dass die Nerven halten. Ich bin aber optimistisch, dass alle zusätzlich motiviert sind.“ Das Rückspiel wird nächsten Dienstag (Anstoß: 19.30 Uhr) im Hauensteiner Stadion am Neding ausgetragen.