Pirmasens „Auf pure Frauenthemen habe ich keine Lust“
Die fünf Diedo-Frauen: das bedeutet gebündelte musikalische Unterhaltung par excellence. Zum Internationalen Frauentag am kommenden Mittwoch treten die attraktiven Stimmungskanonen ab 20 Uhr in der Bürgerhalle in Waldfischbach-Burgalben auf. RHEINPFALZ-Mitarbeiterin Christiane Magin sprach mit Doris Köppner, dem kreativen Kopf der Truppe, die Musik und Stücke selber schreibt.
Das war eigentlich gar nicht geplant. Bis Sonja Hahn auf mich zukam und fragte: „Was hältst du eigentlich von Kabarett?“ Sie wusste, dass ich an der an der Akademie Deutsche Pop in Frankfurt gelernt hatte, Musik zu komponieren und eigene Titel auf meinem Computer fertig gespeichert hatte. Ich fand die Idee toll, meine Musik mit eigenem Theater zu verbinden. Wir legten los und hatten riesigen Spaß am Schauspielern. Wie entwickeln Sie Ihre Programme? Meistens geht das über die Musik, aber inzwischen ist es auch anders herum möglich und uns fällt zuerst ein Sketch ein, für den ich dann anschließend die passende Musik komponiere. Selbst schreiben und komponieren ist mir so wichtig, um so authentisch wie möglich zu sein. Welchen Stellenwert hat die Musik in Ihrer Arbeit im Theater? Für mich spielt sie natürlich die Hauptrolle. Aber am Anfang war sie Mittel zum Zweck, um loszulegen. Die Initialzündung für unsere Sketch-Programme kam auf jeden Fall durch sie. Inzwischen habe ich über 20 Lieder für unsere Auftritte komponiert. Was sind Ihre Lieblingsthemen? Es ist das Leben selbst, das mich inspiriert. All das, was um mich herum passiert. Auf pure Frauenthemen habe ich keine Lust. Dann schon eher, wie sich bestimmte Themen in der Beziehung zwischen Männern und Frauen spiegeln. Die überzeichnen wir dann. Deswegen spielen auch Verkleidungen immer eine große Rolle. Wer bringt was ein beim Stückeschreiben und im Probenprozess? In erster Linie schreibe ich die Stücke in Eigenregie. Meine zweite Instanz ist dann gleich Annette Könnel, die in den vergangenen Jahren immer stärker geworden ist – als Schauspielerin und auch in der Vorbereitung. Mit ihr kann ich wunderbar herumspinnen. Wir haben den gleichen Humor (lacht). Annette hilft mir aber auch ungemein in der Organisation und beim Layout. Gibt es einen Spielort, an dem Sie gerne mal auftreten würden? Nein, einen konkreten Spielort eigentlich nicht. Wir würden aber unheimlich gerne mal im Saarland spielen. Wenn wir schon mal eine Saarländerin im Ensemble haben. Allerdings macht uns neues Terrain auch ein wenig Angst, weil uns dort niemand kennt. Uns gelingt es, die Zweibrücker Festhalle zu unseren Premieren zu füllen oder das Bürgerhaus Waldfischbach zum Internationalen Frauentag… Doch wie sähe es im Saarland aus? Aber sicher werden wir es mal versuchen, schließlich sind die Saarländer auch humorvoll (lacht). In welche Rolle würden Sie gerne einmal schlüpfen? Oh je, ich habe schon so viele unterschiedliche Rollen gespielt. Konkret kann ich das gar nicht beantworten. Aber Männerrollen mag ich eigentlich sehr gerne. Warum sollte das Publikum Ihre Vorstellung unbedingt sehen? Um Spaß zu haben natürlich. Und um gut unterhalten zu werden, ohne groß nachdenken zu müssen. Das Publikum erlebt mit uns einen kurzweiligen, bunten Abend und besonders gefällt es uns, wenn die Zuschauer mit uns unsere Lieder singen. Das ist der absoluter Höhepunkt. |ckkm