Pirmasens Auf Kanareninsel Glück gefunden

Rainer Pfeifer mit Freundin Monique Bellmann; die Aufnahme entstand in der Nähe der Praxis.
Rainer Pfeifer mit Freundin Monique Bellmann; die Aufnahme entstand in der Nähe der Praxis.

Seine Heimatstadt Pirmasens hatte der „Ruhbänker“ schon nach der Ausbildung verlassen und siedelte seinerzeit von München aus um. „Ich kam mit 60 Kilo Gepäck und Hund hier an“, erzählt der Pfälzer Auswanderer, der heute an der Costa Calma in unmittelbarer Strandnähe eine eigene Praxis mit angegliedertem Fitnessstudio betreibt. Dass er auf der Kanareninsel Fuerteventura bleiben und arbeiten will, war von Anfang an seine Absicht, eine eigene Praxis war jedoch nie geplant gewesen, diese Verantwortung wollte der Sportphysiotherapeut eigentlich nicht übernehmen, wie er selber sagt. Bis heute hatte er noch keinen Tag Langeweile und liebt sein Leben und Arbeiten direkt am Meer. Nach Pirmasens kommt Rainer Pfeifer daher mittlerweile selten. Seine Herkunft hat er jedoch nicht vergessen, auch wenn ihm wichtig ist, dass man es nicht gleich am Dialekt hört. So trägt er stolz das Pfälzer Wappen mit dem Löwen als Tattoo hinten auf seiner Wade. Mit seiner Familie und Freunden in Pirmasens hält er noch regelmäßig Kontakt. Die Insel Fuerteventura kannte Rainer Pfeifer durch seine Eltern, die dort oft Urlaub machten. Die Möglichkeiten zum Windsurfen, gerade an der Costa Calma, wo jedes Jahr im Sommer an der Playa de Sotavento die Surf-Weltmeisterschaften stattfinden, gefielen ihm schon immer gut. Pfeifer arbeitete zunächst fünf Jahre als freier Mitarbeiter für Physio-Therapie in insgesamt sieben verschiedenen Hotels und machte darüber hinaus auch Hausbesuche. Er arbeitete insgesamt acht Jahre bei dem auf Fuerteventura überall vertretenen Schweizer „Rene Egli“ an der Surfschule im Center Eins, baute viele Kontakte auf. Nach dem Weggang eines Chefs fiel ihm dann schließlich doch eine Leitungsfunktion zu und letztendlich landete er über eine Empfehlung dann in eigenen Räumen in einer Ferienanlage in Strandnähe an der Costa Calma. Hier baute er in einer ehemaligen Tiefgarage erst mal Praxisräume auf und erweiterte im Laufe der vergangenen zehn Jahre das angegliederte Fitnessstudio mit Geräten und Trainingsangeboten. Zwischenzeitlich hat er sogar noch eine Zweit-Praxis in einem Hotel. Heute zählen zu seinem Kundenkreis mehr Einheimische und Residenten als Touristen. Während der Surf-WM gehören auch Surfer wie Weltmeister Bjørn Dunkerbeck zu seinen Kunden. Rainer Pfeifer bietet außer Physio-Therapie und Massage auch Selbstverteidigungskurse, die er auch in verschiedenen Hotels abhält. In seiner Praxis, die er seit kurzem „E.T.“ nennt, was für „Effektive Therapie“ steht, bietet er auf Anfrage auch gezieltes Einzeltraining an. Gerade hat er sein Angebot wieder erweitert. Nun bietet er in seinen Räumen auch traditionelle Thai-Massage, balinesische Massage, ayurvedische Massage, Lomi Lomi-Massage und indische Kopfmassagen an. Seit Anfang April unterstützt ihn Lebensgefährtin Monique aus Leipzig in der Praxis. Sie begrüßt die Kunden an der Anmeldung, macht Termine und kümmert sich um Organisatorisches. Die beiden kennen sich schon einige Jahre, sind aber erst seit kurzem ein Paar. Im Spätsommer oder Herbst ist eine gemeinsame Reise in die Pfalz geplant, wo Pfeifer seiner Freundin dann auch mal zeigen möchte, wo er herkommt. Die gebürtige Leipzigerin ist schon gespannt auf die Pfalz und auf die Ruhbank und natürlich auf die Freunde und Familie da.

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