Pirmasens Am Ende eine Schippe draufgelegt

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Pirmasens

. Klar: Der FK Pirmasens stellte das beste Team der 41. Hallenfußball-Stadtmeisterschaft, hatte in Sachen Technik, Zweikampfverhalten und Dynamik deutliche Vorteile. Doch er musste sich am Endrundenabend gegen engmaschig und mit viel Einsatz verteidigende Gegner erst mal die Lücken suchen, was der Truppe aus Regional- und Oberligaspielern nicht immer leicht fiel – wie beim 2:2-Unentschieden in der Gruppenphase gegen den FC Fehrbach II, der eigentlich Fehrbach I war. Dafür gewann der FKP – wie berichtet – im Endspiel mit 5:0 gegen die „Tiroler Jungs“. Der das FKP-Hallenteam betreuende Benjamin Peters wollte sich nach der Schlusssirene indes nicht über den erneuten Erfolg freuen, hatte sich im Finale doch Mikail Erdem am Knie verletzt. „Es ist wohl ,nur’ eine starke Prellung“, stellte später FKP-Betreuer Thomas Jeckel fest und fügte hinzu: „Ich bin froh, dass wir das Ding gewonnen haben.“ Peters war letztlich doch zufrieden, „denn auch gegen Fehrbach muss man in so einem Finale erst mal fünf Tore schießen“. Einer schoss im Endspiel derweil kein Tor: Christopher Ludy. „Das hat mich schon ein wenig gefuchst“, gab der Leimener unumwunden zu. Bis dahin hatte Ludy, der diese Saison bereits 14 Oberligatreffer erzielt hat, schon zehnmal den gelben Hallenball im Kasten der Gegner versenkt. Das reichte, um sich zum dritten Mal nach 2013 und 2016 den „Goldenen Schuh“ für den Torschützenkönig zu sichern. Natürlich sei es schön, die schmucke Trophäe der Sparkasse Südwestpfalz in Händen zu halten, „aber das Wichtigste ist und bleibt immer noch der Erfolg der Mannschaft“, betonte Ludy. Dass sein Team nicht die Souveränität ausstrahlte, die manche von ihm erwartet hätten, habe an der „Unerfahrenheit“ der Spieler gelegen: „Ich war der Einzige auf dem Feld, der auch im vorigen Jahr bereits dabei gewesen war.“ Und zum 2:2 gegen Fehrbach sagte Ludy: „Das haben wir gebraucht, damit wir im Halbfinale und Finale noch eine Schippe drauflegen.“ Fehrbachs nur zuschauender Spielertrainer Martin Gries war mit Platz zwei zufrieden. „Gegenüber der Vorrunde haben wir uns gesteigert“, resümierte der Ex-Oberligaspieler. Gleichwohl waren ihm fünf Gegentore im Finale zu viel. Doch weil der FKP im Endspiel bereits nach 18 Sekunden durch einen tollen Treffer von Yannick Drews in Führung gegangen war, musste Fehrbach seine Defensive lockern. Und das war eine Einladung für „die Klub“. „Wir sind super zufrieden“, betonte indes Anthony Wagner, gemeinsam mit Alexander Kraus Trainer des SV Rot-Weiß. Mit nur einem Sieg (und zwei Niederlagen) in der Vorrunde hatten sich die „Sommerwaldbuwe“ für die Endrunde qualifiziert. Auch hier agierte der B-Klässler minimalistisch. Ein Torverhältnis von 3:2 reichte aus, um das Halbfinale zu erreichen. Und hier boten Alexander Herrlich & Co dem FKP die Stirn, führten gar mit 1:0, verloren letztlich ehrenvoll mit 2:4. Im Neun-Meter-Schießen um Platz drei hatten die Rot Weißen dann dank Torhüter Tobias Leiner die Nase (glücklich) vorn. „Wir haben ein Superturnier gespielt. Respekt vor dem, was unsere Spieler geleistet haben“, schwärmte Spielleiter Thomas Hunger. Michael Schira und Daniel Haag, die beide in der Winterpause vom FC Hengsberg zu Rot-Weiß gewechselt sind, würden die Mannschaft weiterbringen. Und noch ein zufriedener Trainer: Vladislav Dimitrov. Der 46-Jährige und seine Mitspieler waren mit drei Siegen eindrucksvoll durch die Endrundengruppe 2 marschiert. Erst im Halbfinale war Schluss für den B-Klässler. Dimitrov: „Da haben wir zu viele Fehler gemacht, und die Fehrbacher waren vielleicht etwas motivierter als wir, denn die wollten unbedingt Revanche für die Niederlage in der Vorrunde. Auch wenn wir letztlich nur Platz vier belegt haben, so haben wir doch tollen Fußball gezeigt und ein gutes Turnier gespielt.“

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