Pirmasens aktuell notiert: Leibniz-Gymnasium: Hoher Migrationsanteil

Ein AfD-Abgeordneter aus Koblenz hat sich über die Zustände am Leibniz-Gymnasium informiert.
Ein AfD-Abgeordneter aus Koblenz hat sich über die Zustände am Leibniz-Gymnasium informiert.

Am Leibniz-Gymnasium haben die Hälfte der Schüler einer fünften Klasse einen Migrationshintergrund. In den drei Parallelklassen liegt der Anteil bei 10, 29 und 17 Prozent. Diese Informationen hat gestern der rheinland-pfälzische Landtag veröffentlicht. Sie stammen aus einer Antwort des Bildungsministeriums auf eine Kleine Anfrage des Landtagsabgeordneten Joachim Paul (AfD). Der Parlamentarier wollte auch wissen, wie es sich mit dem asylrechtlichen Status der Schülerinnen und Schüler verhält. Dazu liegen dem Bildungsministerium jedoch keine Angaben vor. Ein Migrationshintergrund wird seitens der Behörde dann unterstellt, wenn mindestens eines der folgenden Merkmale zutrifft: keine deutsche Staatsangehörigkeit, nichtdeutsches Geburtsland, nichtdeutsche Verkehrssprache in der Familie – auch wenn der Schüler selbst die deutsche Sprache beherrscht. Zu den Sprachkenntnissen äußert sich das Bildungsministerium ebenfalls in der Antwort auf die AfD-Anfrage: Alle Kinder sprächen zumindest soweit Deutsch, dass sie dem Unterricht folgen könnten. Unabhängig von der Herkunft der Schüler werde jedoch eine „individuelle Sprachförderung“ angeboten. Das Bildungsministerium verweist zudem auf die Hausaufgabenbetreuung und eine Rechtschreib-AG. Bei Bedarf könnten Deutsch-als-Fremdsprache-Kurse am Hugo-Ball-Gymnasium besucht werden. Dolmetscher werden den Angaben zufolge nicht eingesetzt. Die Stadt und der Landkreis Südwestpfalz erhalten Geld aus dem Unterstützungsfonds des Landes für inklusive und sozialintegrative Aufgaben an Schulen. Wie das zuständige Bildungsministerium in Mainz mitgeteilt hat, fließen rund 124.000 Euro nach Pirmasens knapp 139.000 Euro in den Landkreis. Für welche Zwecke das Geld ausgegeben wird, können die Kommunen vor Ort entscheiden, informiert das Ministerium weiter. Mit dem Unterstützungsfonds stellt das Land jährlich zehn Millionen Euro zur Verfügung, um damit Kinder und Jugendliche an den Schulen noch besser zu fördern und zu unterstützen. Die zusätzlichen Mittel können von den Kommunen etwa für Integrations-Helferinnen und Integrations-Helfer an Schulen, zusätzliche Förderangebote oder auch für Schulsozialarbeit eingesetzt werden. Die Auszahlung erfolgte zum 1. März. Bildungsministerin Stefanie Hubig (SPD) sagt, dass auf diese Weise den Schulträgern die größtmögliche Freiheit bei der Verwendung der Mittel eingeräumt werde. So könnten individuelle regionale Gegebenheiten und Bedürfnisse berücksichtigt werden. Am Wochenende hat ein Unbekannter mit einer Softair-Pistole auf eine Schaufensterscheibe eines Imbisses in der Exerzierplatzstraße geschossen. Das hat die Polizei mitgeteilt. Die Scheibe sei an drei Stellen beschädigt worden, auch seien Softair-Kugeln gefunden worden. Die Polizei bittet um Hinweise.

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