Pirmasens 49 Mitglieder stimmen Neubau zu
22. Juni 2018 21.11 Uhr, Gaststätte des TV Pirmasens: Gerade haben der Pirmasenser Oberbürgermeister Bernhard Matheis und die drei Vorsitzenden des TVP, Claudia Simon, Dagmar Hoch und Manuela Sauer, eine gemeinsame Absichtserklärung unterschrieben und somit einen ersten wichtigen Schritt zum Bau einer neuen Zweifeldhalle gemacht. Somit ist sechs Jahre nachdem sich die Neubaupläne in den Köpfen der TVP-Mitglieder breit gemacht hatten, eine erste konkrete Handlung auf den Weg gebracht.
Die Stadt Pirmasens wird nun im Auftrag des Turnvereins einen Architektenwettbewerb ausschreiben. „Das wird etwa ein Jahr lang dauern“, sagte Michael Schieler, der zuständige Dezernent bei der Stadt Pirmasens und versprach, dass „nach den Schulferien“ erste Schritte zur Ausschreibung unternommen würden. Mit Matheis und Bürgermeister Markus Zwick war die Stadtspitze zur Jahreshauptversammlung des TVP am Freitag erschienen. „Nüchtern und rational“ erklärte Matheis den Mitgliedern, was es mit der Absichtserklärung auf sich habe. Matheis führte aus, dass der TVP „kurz- bis mittelfristig Bedarf an einer Zweifeldhalle“ habe. Der TVP sei mit seinen 24 Abteilungen ein ganz wichtiger Multispartenverein in Pirmasens. „Und wir brauchen solch einen Verein“, so Matheis. Die Stadt Pirmasens indes benötige dringend in der Innenstadt für den Schulsport eine Zweifeldsporthalle. Und auf dem Grundstück des TVP in der Turnstraße könne neben der aktuell noch genutzten Halle ein Neubau erstellt werden. Dieser könnte morgens und am frühen Nachmittag von den in der Nähe gelegenen Schulen und direkt im Anschluss bis in den späten Abend von den TVP-Mitgliedern genutzt werden. Matheis sprach daher von einer „optimalen Ausnutzung“. Die Interessenslagen des TVP und der Stadt Pirmasens ließen sich hier ideal zusammenführen. „Wenn der TVP und die Stadt hier kooperieren, kann dies nur sinnvoll sein“, sagte Matheis. Würde die Stadt alleine bauen wollen, würde es viel teurer. Beim angepeilten TVP-Projekt leiste die Stadt „nur“ einen Zuschuss von 20 Prozent der Kosten. 40 Prozent schieße das Land Rheinland-Pfalz zu und 40 Prozent trage der TVP. Wie viel von den drei Kostenträgern genau aufzubringen sei, lasse sich jedoch heute noch nicht sagen, zumal die Baupreise aktuell deutlich stiegen, so Matheis. Sollte eine Halle mit Kosten von beispielsweise 2,5 Millionen Euro zu erstellen sein, dann müsste der TVP eine Million Euro aufbringen. Für den 1005 Mitglieder zählenden Verein ist das eine sehr hohe Summe. Auf dem seit längerem angelegten Spendenkonto für den Hallenneubau haben sich bislang rund 13.000 Euro angesammelt. Doch war sich Matheis sicher, „dass sich einiges tun wird in Sachen Spenden, wenn die Sache konkreter wird“. Man werde sicherlich auch die Rheinbergerstiftung und die Daniel-Theysohn-Stiftung um Zuschüsse zu dem Projekt angehen. Matheis schloss nicht aus, dass die Stadt Pirmasens dem TVP einen „Einmalbetrag“ zur Verfügung stelle, wenn dieser der Stadt die zeitlich unbeschränkte Nutzung der Halle verbindlich zusichere. Damit könne dem Verein bei der Finanzierung geholfen werden. Vor der Unterschrift unter die Absichtserklärung hatten die 49 anwesenden Mitglieder einstimmig „Ja“ zur Kooperation mit der Stadt gesagt.