Pirmasens
329 Kinder melden sich an weiterführenden Schulen in Pirmasens an
OB Zwick sieht in den gestern vorgestellten Schülerzahlen für die weiterführenden Schulen die Bemühungen um einen gemeinsamen Schulentwicklungsplan der Stadt Pirmasens und des Landkreises Südwestpfalz bestätigt. „Bei leicht rückläufigen Anmeldungen haben wir erwartungsgemäße und stabile Zahlen“, erläuterte Zwick. Insgesamt haben sich 329 Schüler für eine der fünf weiterführenden Schulen der Stadt angemeldet. Weder gebe es bei den Schulen selbst große Überraschungen noch hätte sich die Zahl der Ein- und Auspendler zwischen Kreis und Stadt sehr verändert, wusste Zwick.
Große Schulvielfalt in erreichbarer Nähe
102 Schüler aus dem Landkreis besuchen eins der drei Pirmasenser Gymnasien. 68 Schüler aus der Stadt pendeln in den Kreis (32 an die Integrierte Gesamtschule in Thaleischweiler-Fröschen, zwölf nach Waldfischbach-Burgalben und sechs nach Contwig). Den Weg in eine Schule im Kreis sieht der OB als zumutbar für die Pirmasenser an. „Ich denke, die meisten Gymnasiasten aus dem Kreis pendeln ähnlich weit.“ Deshalb sei der gemeinsame Schulentwicklungsplan zwischen Stadt und Landkreis aus seiner Sicht der richtige Weg. „Wir denken gemeinsam. Die große Schulvielfalt in erreichbarer Nähe bietet für jeden Schüler das passende Angebot“, so seine Ansicht.
Absolventen mit Abschluss der Mittleren Reife gesucht
Positiv wertete Zwick die gestiegenen Anmeldezahlen für die Realschulen plus in der Stadt. Für die Landgraf-Ludwig-Realschule haben sich bislang 57 Schüler (Vorjahr: 43), für die Realschule plus Kirchberg 42 Schüler (Vorjahr: 42) entschieden. Erfahrungsgemäß würden diese Zahlen bis zum Stichtag Ende Februar aber noch steigen. Noch stehen rund 50 Anmeldungen aus, die später in den meisten Fällen auf die Realschule plus entfielen.
„Aus meinen Gesprächen mit dem Arbeitskreis Schule und Wirtschaft weiß ich, dass die Unternehmen der Region händeringend Absolventen mit dem Abschluss der Mittleren Reife suchen“, führte Zwick aus. Der Abschluss an der Realschule plus in Kombination mit einer dualen Ausbildung könne für viele Schüler ein Erfolgsrezept sein und gleichzeitig dem Fachkräftemangel der Unternehmen entgegenwirken, ist er sicher.
Leibniz-Gymnasium liegt mit 101 Anmeldungen vorne
In der Landgraf-Ludwig-Realschule wird es im kommenden Schuljahr zudem wieder je eine Klasse der Fachoberschule Gestaltung und Technik geben. 13 Anmeldungen liegen für die Techniksparte vor, 15 für die Zweig „Gestaltung“. Gerade für die guten Schüler der Realschule plus biete sich auf diesem Weg die Möglichkeit, die Fachhochschulreife zu erwerben, sagte Zwick.
Bei den Gymnasien liegt in diesem Jahr erneut das Leibniz-Gymnasium mit 101 Anmeldungen vorne. Deutlich mehr Jungen (59) als Mädchen (42) haben sich für diese Schule entschieden. Genau umgekehrt verhält sich das am Immanuel-Kant-Gymnasium. Von 58 Schülern sind 40 weiblich. Eher ausgeglichen ist das Verhältnis am Hugo-Ball-Gymnasium (71 Anmeldungen, 37 weiblich, 34 männlich). Für die dort angebotene Ganztagsschule liegen aktuell 51 Anmeldungen vor. „Das zeigt, dass der Bedarf da ist und das Angebot von den Eltern wahrgenommen wird, sagte Zwick.
Der Trend zu Englisch als erster Fremdsprache setzt sich weiter fort. Lediglich am Kant-Gymnasium entscheiden sich 38 Schüler für Latein und nur sechs Anmeldungen gibt es am Leibniz-Gymnasium für Französisch.
Für die Oberstufe an der Berufsbildenden Schule liegen aktuell insgesamt 65 Anmeldungen vor. 15 Schüler haben sich für den technischen Zweig angemeldet, 50 haben sich für das Wirtschaftsgymnasium entschieden.