Pirmasens 20 Punkte Abstand – wer hätte das gedacht?
«Hermersberg/EPPENBRUNN.»Der SG Eppenbrunn wurde vor Saisonbeginn allgemein zugetraut, mit den Ex-Oberligaspielern Niklas Kupper und Florian Opitz als neue Spielertrainer gleich nach dem Abstieg aus der Fußball-Landesliga wieder aufzusteigen. Doch vor dem zweiten Rückrundenspieltag der Fußball-Bezirksliga liegt die SGE satte 20 Punkte hinter Spitzenreiter SV Hermersberg, der am Sonntag (Anstoß: 14.45 Uhr) Gastgeber der Eppenbrunner ist.
Zwölf Punkte Vorsprung auf den Tabellenzweiten Oberarnbach und besagte 20 auf das aktuell nur Platz acht belegende Eppenbrunn – diese Lage überrascht auch Hermersbergs sportlichen Leiter, Volker Theis. „Ich habe schon damit gerechnet, dass wir vorne dabei sind. Aber dass wir zu diesem Zeitpunkt einen so deutlichen Vorsprung erspielt haben, war sicher nicht zu erwarten“, sagt Theis. Nun sieht es ganz danach aus, als sollte der SVH nach zwei Bezirksliga-Jahren wieder in die Landesliga aufsteigen. „Bei dem komfortablen Vorsprung erwarte ich das jetzt auch“, verdeutlicht Theis, der einst als Trainer Hermersberg bis in die Verbandsliga führte und vorige Runde nach der Entlassung von Benjamin Mayer zusammen mit Karsten Bernhard nochmals als Trainer tätig war. Seit dieser Saison fungiert der 67-Jährige als sportlicher Leiter. „Es gibt viel zu tun. Zusammen mit dem zweiten Vorsitzenden Dirk Schneckmann kümmere ich mich um die A-Jugend, die zweite Mannschaft und um das Bezirksligateam. Probleme gebe es aktuell etwas mit der A-Jugend. Diese bestehe eigentlich aus nur zwölf Spielern, von denen einige wie Cedric Gries oder Tim Hoffmann bereits mit Erfolg regelmäßig in der ersten Mannschaft zum Einsatz kommen. Während der Bezirksligaspiele sitzt Theis auf der Trainerbank. „Ich halte mich da aber total raus. Außer der Trainer fragt mich konkret. Aber Jens Mayer macht das super und ganz in meinem Sinne“, lobt Theis seinen früheren Spieler. Erfolgsgeheimnisse gebe es mehrere – angefangen beim ungemein erfahrenen Torwart Reiner Schwartz über das sehr gute taktische Verhalten des gesamten Teams bis hin zur hervorragenden körperlichen Fitness. Theis: „Wir können ab der 70. Minute immer noch zulegen.“ Auch hätten sich die neuen Spieler gut integriert. Die Planungen für die nächste Runde laufen bereits, sollen aber erst nach den zwei noch ausstehenden beiden Heimspielen – nach Eppenbrunn gastiert noch Rockenhausen vor der Winterpause in Hermersberg – intensiviert werden. „Der Kader wird sich nicht groß verändern, aber ein bis zwei erfahrene Spieler sollen schon noch kommen“, sagt Theis. Bei Hermersberg fällt Timm Dudek nach wie vor aus. Der Einsatz von Torjäger Dennis Müller (Zerrung) ist noch ungewiss. Im Hinspiel unterlag Eppenbrunn zu Hause mit 1:4. „In der ersten Hälfte waren wir auf Augenhöhe. Danach haben wir es dem Gegner zu einfach gemacht“, erinnert sich der sportliche Leiter der SGE, Ronny Karg. Mittlerweile sehe man ja, dass Hermersberg zu Recht oben stehe: „Aktuell beherrschen die die Liga.“ Dennoch sei am Sonntag ein Sieg möglich. Hermersbergs Trainer Mayer und Eppenbrunns Spielertrainer Niklas Kupper haben vorige Saison beim SV Steinwenden zusammengespielt. „Da geht es auch ums Prestige. Schon im Hinspiel war der Derbycharakter erkennbar“, sagt Karg. Eppenbrunn kann wohl in Bestbesetzung antreten. Weiter spielen Der SV Hinterweidenthal, dessen Erfolgsserie am vergangenen Sonntag in Nanzdietschweiler endete, erwartet am Sonntag um 14.30 Uhr den TuS Landstuhl. Zeitgleich muss Meister SC Weselberg bei der SG Kirchheimbolanden/Orbis antreten.