Pirmasens RHEINPFALZ Plus Artikel Üppige Songmonster

Wie einst Jim Morrison & Co: „Beyond The Doors“ mit (von links) Peter Hoffmann, Dirk Brill, Marc Müller und Stefan Schöner in de
Wie einst Jim Morrison & Co: »Beyond The Doors« mit (von links) Peter Hoffmann, Dirk Brill, Marc Müller und Stefan Schöner in der Schwemme. Foto: ider

Die Band „Beyond The Doors“ ist am Samstag in der Pirmasenser Schwemme auf eine musikalische Zeitreise in die 60er und 70er Jahre gegangen. Damals waren die „Beatles“, „Rolling Stones“, Jimi Hendrix, Janis Joplin und die „Doors“ mit ihrem Sänger Jim Morrison die Superstars. Und eben diese „Doors“ sind die Vorbilder der 1998 gegründeten Zweibrücker „Doors“-Tributeband „Beyond The Doors“.

Frontmann Dirk „Nelly“ Brill, Peter Hoffmann an der Gitarre, Keyboarder Stefan Schöner und der Schlagzeuger Marc Michael Müller starteten sehr mutig mit einer knapp viertelstündigen Version von „When The Music is Over“ in ihr Konzert. Das hätte man sich mit einem kurzen eingängigen Hit wesentlich einfacher machen können, doch schon die „Doors“ stellten das ausschweifende Songmonster oft an den Beginn einer Show.

Ungewöhnlich schiefe Töne zu Konzertbeginn

Im Gegensatz zum letzten Schwemme-Konzert im Januar 2018 brauchte „Beyond The Doors“ diesmal eine längere Aufwärmphase, um richtig harmonisch zu klingen. Vor allem von Gitarre und Keyboard waren während des Einstiegsongs ungewöhnlich viele schiefe Töne zu vernehmen. Das ist man von solch guten Musikern wie Hoffmann und Schöner eigentlich nicht gewohnt. Doch rechtzeitig zum direkt folgenden Hit-Trio „Light My Fire“, „Strange Days“ und „People Are Strange“ hatte man diese Unzulänglichkeiten im Griff, klang danach gewohnt wie aus einem Guss. Mit dem personellen Wechsel an den Drums landete das Quartett einen Glücksgriff, denn Müller gehört zur regionalen Elite der Rock-Trommler.

Ebenso wie einst bei Morrison, Ray Manzarek, Robbie Krieger und John Densmore strotzte das Spiel von „Beyond The Doors“ nur so vor überbordenden Blues-Improvisationen und ausufernden Gitarren- und Orgelsoli. Auch konnten die rund 50 Zuhörer einige Duelle von Saitenzupfer Hoffmann und Keyboarder Schöner bestaunen.

Alle Hits der Originale im Programm

An der Songliste gab es nichts auszusetzen, denn diese enthielt alle großen Hits der amerikanischen Originale. Angefangen beim hypnotisch-kantigen „L.A. Woman“, über die energischen und aufrüttelnden Klassiker „Break On Through“ und „The Changeling“ bis hin zu den unverzichtbaren Evergreens „Riders On The Storm“ und „Roadhouse Blues“ wurde den Fans alles geboten, was man unbedingt von einer „Doors“-Tributeband hören möchte.

Als einzige Kritikpunkte eines ansonsten Laune machenden Konzerts muss die etwas angegriffen, heißere Stimme von Brill und die mangelnde Kommunikation mit den Zuhörern erwähnt werden. Das war im Vorjahr alles eine Nummer besser.

Vorschau

Das nächste Konzert in der Schwemme gibt am 2. Oktober das Classic-Rock-Trio „Mallet“. Beginn 20 Uhr.

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