Handball
Überraschendes Spieler-Comeback und ein neuer Trainer bei der TS Rodalben
„Die Anzahl der Gegentreffer ist mir zu viel. Wir haben einige leichte Fehler gemacht, die in Kontertore geendet sind. Im Angriff haben wir das gemacht, was wir wollten – so viel rennen, wie es geht. Am Ende war es ein souveräner Sieg mit sieben Toren Unterschied, was wir schon lange nicht mehr hatten“, kommentierte TSR-Spielertrainer Jonas Baumgart den Erfolg im Nachhol-Heimspiel.
Der Tabellenvierte zeigte sich von den beiden jüngsten Niederlagen gut erholt. Die Rodalber boten eine über weite Strecken überzeugende Leistung, wobei der Drittletzte von der Queich kein echter Prüfstein war. So zeichnete sich schon früh ab, dass die Chancen gut stehen, die 40-Tore-Marke zu knacken. Und es klappte. Jonas Goll warf das 40. Tor (sein elftes in dieser Begegnung) und muss nun eine Kiste Bier spendieren.
Gäste halten nur am Anfang mit
Die Gäste hielten nur bis zum 4:4 mit. Im Anschluss gelangen der Turnerschaft drei Treffer in Serie. Der Vorsprung wuchs zwischenzeitlich auf bis zu sieben Tore (29:22) an. Die Gastgeber schienen sich ihrer Sache ab der 40. Minute zu sicher, gingen in der Abwehr nicht mehr so beherzt zur Sache wie zuvor und mussten vor allem Treffer aus dem Rückraum hinnehmen. Durch diese Schwächephase verkürzte der TVO auf 32:28 (50.) und witterte auf einmal Morgenluft.
Das lag auch an einer Entscheidung von Schiedsrichter Michael Möhle. Dieser verhängte in einer Szene wegen Meckerns gleich zwei Zeitstrafen hintereinander gegen die TSR, die daher vier Minuten in Unterzahl war. Doch die Hausherren verkrafteten diese Zeit sehr gut und blieben nicht nur ohne Gegentor, sondern erzielten vier eigene Treffer, was die Hoffnungen der Gäste im Keim erstickte.
Moritz Baumgart springt kurzfristig ein
Die doppelte Zeitstrafe erhielt Moritz Baumgart, der nach dem Ende seines Engagements in Zweibrücken seit vergangenem Sommer vereinslos ist und völlig überraschend bei der TSR auflief. „Da habe ich mal einiges für die Mannschaftskasse getan“, sagte der Rückkehrer nach der Partie lachend dazu. Sein Comeback sei kurzfristig zustande gekommen und eher aus der Not heraus geboren gewesen.
„Mir haben heute fünf Akteure wegen Krankheit beziehungsweise Verletzung gefehlt“, informierte Jonas Baumgart, der selbst wegen einer Zerrung ebenfalls nicht einsatzfähig war. Sein Bruder Moritz erklärt das Comeback bei der TSR wie folgt: „Ich bin schon seit einiger Zeit donnerstags bei den Einheiten dabei. Da machte es keinen Unterschied, ob nun Training oder ein Spiel ansteht.“
Matheis wird neuer Trainer
Nach der Partie bestätigte TSR-Abteilungsleiter Romy Hirtle das, was die RHEINPFALZ schon Mitte der Woche vermeldete. Hendrik Matheis, aktuell Co-Trainer, wird kommende Saison in die Position des Cheftrainers aufrücken und somit Jonas Baumgart beerben. „Ich habe voll Lust darauf. Es hat sich einfach angeboten, da ich eh immer da bin, und ich möchte das fortführen, was Jonas angefangen hat, hier aufzubauen“, erklärte Matheis.
SO SPIELTEN SIE
TS Rodalben: Seelinger, Brödel, Heringer - Jonas Baumgart, Potrony (5), Lukas Baumgart (2), Ludy (2), Schäfer (8), Haury (6), Moritz Baumgart (1), Heß (3), Goll (11/4), Hubele (2)