Pirmasens RHEINPFALZ Plus Artikel Windsberger Kita: Parkplatz fertig, Neubau kommt nicht voran

Entwurf der Kita Windsberg Foto: Stadt/frei
Entwurf der Kita Windsberg

Der Ortsbeirat Windsberg wählte in seiner konstituierenden Sitzung am Dienstag in der alten Schule einstimmig Carmen Stegner (CDU) erneut zur stellvertretenden Ortsvorsteherin. Oberbürgermeister Markus Zwick überreichte Ortsvorsteherin Stefanie Eyrisch (CDU) die Ernennungsurkunde .

Eyrisch, die bis zu ihrer Hochzeit vor kurzem Phillips hieß, ist seit 2009 Ortsvorsteherin. Für Stegner ist es die zweite Wahlperiode als Stellvertreterin. Zuvor hatte OB Zwick alle Ortsbeiräte per Handschlag in ihr Amt verpflichtet. „Die Institution ist ganz wichtig – Menschen aus dem Ort, die sich kümmern“, betonte Zwick. Er wünsche sich das auch für die Innenstadt.

Eyrisch informierte zum Sachstand beim Neubau der Kindertagesstätte. Der Parkplatz sei fertiggestellt und abgenommen. Aber die erste Ausschreibung für die Module des Neubaus musste wieder aufgehoben werden, weil die Angebote exorbitant hoch waren. Die Angebote aus der zweiten Ausschreibung würden aktuell geprüft.

Steigende Kosten sind ein durchgängiges Phänomen im Baubereich

Ortsbeirat Sascha Kaufmann (SPD) erkundigte sich nach dem Grund für die Mehrkosten. Eyrisch erläuterte, wegen einer verlängerten Nutzungsdauer habe eine Umplanung erfolgen müssen. Zudem seien steigende Baukosten aktuell ein „durchgängiges Phänomen im Baubereich“. Zwick ergänzte, die Kita brauchte eine funktional bessere Ausstattung. Fußbodenheizung und Wärmepumpe hätten aber den kleinsten Teil der Kostensteigerung verursacht. Es gebe überall im Baubereich erhebliche Kostensteigerungen, pflichtete er Eyrisch bei. Man habe auch mal erwogen, auf eine konventionelle Bauweise umzuschwenken, aber das wäre noch teurer gekommen. Bei manchen Bauprojekten gäbe es über 100 Prozent Kostensteigerung, bei anderen überhaupt keine Angebote. Nicht zu bauen, wäre aber auch keine Option, sagte Zwick. Die Ortsvorsteherin wies auch auf das Zeitproblem hin und dass die Kinder eine neue Kita brauchen, die bis Frühjahr 2020 fertig sein sollte.

Kaufmann fragte, was mit dem alten Kita-Gebäude geschehe. Eine sinnvolle Nutzung für den Ort und die städtischen Kasse müsse noch diskutiert werden, wies die Ortsvorsteherin auf neue Aufgaben für den Ortsbeirat hin.

Zustand des Friedhofs kritisiert

Kaufmann monierte den Pflegezustand des Windsberger Friedhofs, auf dem das „Gras mit Brennnesseln oft knie- bis hüfthoch“ stehe. Das sei ein „Gefahrenpotenzial, wenn es regnet, und ein unwürdiger Zustand“. Eyrisch pflichtete ihm bei: „Der Zustand ist nicht tragbar“. Die Ursache sah sie im Zeitplan der Arbeitsorganisation des Wirtschafts- und Servicebetriebs. Die anderen Vororte hätten das gleiche Problem. Die Ortsvorsteherin teilte mit, sie habe die Verwaltung gebeten, die Arbeitsabläufe intern zu prüfen und zuerst die Friedhöfe und die Gefahrenstellen an den Straßen und dann erst den Rest zu machen. „Das ist in Prüfung“, betonte sie.

Eyrisch informierte, Windsberg habe 718 Einwohner (Stand: 30. Juni 2019). arck

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