Arbeitsmarkt Weniger Rheinland-Pfälzer und Saarländer ohne Arbeit
Die Arbeitslosigkeit in Rheinland-Pfalz ist inmitten der Corona-Krise im Oktober etwas gesunken. Unter dem Strich waren 118.700 Frauen und Männer arbeitslos, 3900 weniger als einen Monat zuvor, wie die Regionaldirektion der Bundesagentur für Arbeit am Donnerstag mitteilte. Im Vergleich zum Vorjahresmonat waren allerdings deutlich mehr Menschen ohne Job, nämlich 24.000. Die Arbeitslosenquote lag bei 5,2 Prozent. Vor einem Monat betrug sie 5,4 Prozent, vor einem Jahr 4,2 Prozent.
In der Corona-Pandemie haben laut Regionaldirektion im März und April 37.300 Betriebe im Land Kurzarbeit angemeldet, angegeben waren in diesen Anzeigen 423.500 Beschäftigte. Damit sei bislang der Höchstwert erreicht gewesen. Das bedeute aber nicht, dass in allen Firmen auch Kurzarbeit umgesetzt worden sei. Im Monat Oktober wurden demnach 280 Anzeigen für 3200 Beschäftigte gezählt. Nach aktuellen Hochrechnungen haben laut Regionaldirektion im Juli 14.100 Betriebe für 114.200 Mitarbeiter Kurzarbeit umgesetzt.
Im Saarland ist die Arbeitslosigkeit trotz der Corona-Krise im Oktober ebenfalls leicht zurückgegangen. In diesem Monat waren 38.700 Frauen und Männer arbeitslos, 3,0 Prozent weniger als einen Monat zuvor, wie die Regionaldirektion der Bundesagentur für Arbeit am Donnerstag mitteilte. Im Vergleich zum Vorjahresmonat waren allerdings deutlich mehr Menschen ohne eine bezahlte Erwerbstätigkeit: 5400 Personen beziehungsweise 16,3 Prozent. Die Arbeitslosenquote lag bei 7,2 Prozent. Vor einem Monat betrug sie 7,5 Prozent und vor einem Jahr 6,2 Prozent.
Im Oktober haben 85 Betriebe für 1700 Beschäftigte Kurzarbeit angemeldet, teilte die Regionaldirektion mit. Das bedeute aber nicht, dass in allen Firmen auch Kurzarbeit umgesetzt worden sei. Im März und April hatten 10 500 Betriebe für mehr als 139.100 Beschäftigte Kurzarbeit angemeldet, das war der bisherige Höchstwert gewesen. Die Kurzarbeit tatsächlich umgesetzt haben im Juli den aktuellen Hochrechnungen zufolge 4000 Betriebe für 42.700 Mitarbeiter.